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Zinsentscheidung in den USA: Jetzt wird es dramatisch….

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Lieber Leser,

in den USA wird die Fed am Mittwoch, den 31.7., die Zinsen wahrscheinlich senken. Die Entscheidung kann sich massiv auf Ihr Vermögen auswirken. Die Zinsen werden die Kreditnachfrage und damit die Geldmenge des Dollars beeinflussen. Dies wiederum wirkt sich auf die Preisentwicklung verschiedener Märkte aus. Unterschätzen Sie die Sitzung und deren Einfluss nicht…

Harmlose Erklärungen…

Wie stets wird die Fed die Entscheidung vergleichsweise harmlos kommentieren. Sie wird auf die stabile Konjunktur verweisen und vor allem darauf, dass sie seit über 10 Jahren die Zinsen nicht mehr gesenkt hat. Das stimmt faktisch: Zuletzt sind die Zinsen in der Finanzkrise 2008/2009 gesenkt worden, um die Banken vor dem fast sicheren Aus zu bewahren. Die Kreditnachfrage rauschte nach unten, die Investitionen brachen in sich zusammen.

Damals jedoch waren die Zinsen mit mehr als 5 % relativ hoch – heute würde die Fed die Leitzinsen bereits bei dem aktuellen Niveau von 2,5 % senken. Die Vorzeichen sind also zumindest deutlich anders als 2008/2009. Die harmlose Erklärung der Fed sollte Sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Papiergeldwährungen insgesamt schwächer werden.

Die offiziellen Inflationsraten in den USA wie auch in der Euro-Zone sind relativ niedrig. 2 % und weniger sind für eine gesunde Volkswirtschaft kein Problem. Die tatsächliche Inflationsrate in den USA liegt jedoch – zumindest nach einer Berechnung des ausgesprochen seriösen „shadowstats.com“ bei annähernd 6 %. Dort wird die Preisentwicklung auf Basis der Preise von 1990 berechnet, womit die inflationssenkenden Effekte der behördlichen Messung entfallen.

Die Inflationsrate ist noch nicht dramatisch hoch. Es fehlen allerdings nur 2 Prozentpunkte bis zum Peak, das 2007/2008 erreicht worden war. Sinken die Zinsen jetzt etwas deutlicher, etwa in einem Schritt um 0,5 Prozentpunkte oder in mehreren Schritten, kann die tatsächliche Inflation deutlich steigen und sogar kritische Werte erreichen. Die Menschen, die den Dollar in den USA nutzen, würden dies im täglichen Leben spüren, unabhängig von den offiziellen Raten.

Deshalb sind Zinssenkungen in der ohnehin schwachen Ära des Dollars stets ein besonderes Risiko. Auch in der Euro-Zone stehen bald geldpolitische Maßnahmen an. Es werden Anleihen gekauft, ggf. sogar die Zinsen weiter gesenkt und regelrechte Geldgeschenke für die privaten Haushalte sind nach den jüngsten Gerüchten auch nicht mehr ausgeschlossen. Die Papiergeldwährungen Dollar und Euro werden schwächer und schwächer. Dies sollten Sie am Mittwochabend nicht vergessen, wenn die Aktienbörsen sich eventuell über leichte Zinssenkungen freuen. Sicher sind Sie nur dann, wenn Sie sehr substanzreiche Unternehmen im Depot haben und auf Edelmetalle wie Gold und Silber setzen. Gold ist der natürliche Feind der Papiergeld-Inflation – und deshalb kann es eines Tages auch weitere Golderwerbsverbote geben. Decken Sie sich frühzeitig ein. Das Theater, das jetzt von der Fed vollzogen wird, sollte Sie nicht täuschen.

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