Zinsbindung

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Ein wichtiger Begriff im Rahmen einer Finanzierung und zur besseren eigenen Finanzplanung ist die so genannte Zinsbindung. Worum es sich dabei handelt und was dabei beachtet werden sollte, wird im Folgenden genau erläutert.

Zinsbindung

Was ist eine Zinsbindung?

In der Regel werden bei Baufinanzierungen keine Gesamtlaufzeiten bis zur endgültigen Tilgung und dem Ende der Finanzierung festgelegt. Vielmehr wird die so genannte Zinsbindung vereinbart, was im Grunde genommen auch eine Laufzeit darstellt, die sich aber nicht über den gesamten Zeitraum der Finanzierung erstreckt. Häufig trifft man dabei auf Zinsbindung, die grundsätzlich erst einmal einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren umfassen.

Die Länge dieser Zinsbindung ist aber ein Punkt im Rahmen des Kreditvertrags, über den man auf jeden Fall mit dem Kreditgeber sprechen und verhandeln sollte. Von einer Zinsbindung wird gesprochen, weil für diesen vertraglich vereinbarten Zeitraum der ebenfalls im Vertrag verankerte Zinssatz gilt und sich in dieser Zeit unter keinen Umständen ändern kann.

Nach der Zinsbindung muss dann entweder eine Verlängerung des Kreditvertrags vereinbart oder bei einem anderen Kreditinstitut für eine Anschlussfinanzierung gesucht werden. In beiden Fällen wird dann für den neuen Vertrag wieder eine neue Zinsbindung festgelegt und es werden die Zinsen als Konditionen herangezogen, die dann auf dem Markt gelten.

Vor- und Nachteile einer Zinsbindung

Der Nachteil einer solchen Zinsbindung ist der nicht absehbare Marktzins bei Ende der Zinsbindung. Die abgeschlossenen Konditionen gelten nur für die Zeit der Zinsbindung und anschließend kann man erst einmal nur darauf hoffen, dass sich die Zinsen auf dem Markt durch eine Entscheidung der Europäischen Zentralbank über die Höhe der Leitzinsen nicht in einem Maße verändert haben, dass sie zu einer sehr viel höheren Zinsbelastung und somit eventuell zu finanziellen Problemen bei der Anschlussfinanzierung führen.

Auf der anderen Seite ist die nicht über den gesamten Zeitraum der Finanzierung laufende Zinsbindung eine Chance, nach Ablauf dieser Zeit nach einer attraktiveren und günstigeren Finanzierung zu suchen, da der Markt ja doch im Rahmen eines Konkurrenzkampfes unter den Kreditinstituten immer die Möglichkeit hat, auf Verbesserungen für sich zu treffen.

Gleichzeitig ist die Zinsbindung aber natürlich auch ein Vorteil, was die Konditionen angeht, denn durch die Garantie des Zinssatzes für diese Zeit kann man zumindest schon einmal für einen gewissen Zeitraum besser mit der monatlichen Belastung planen. Zudem hat man bei den meisten Kreditinstituten immer die Möglichkeit, eine längere Zinsfestschreibung zu vereinbaren, sodass man die Zinsbindung durchaus auch auf bis zu 30 Jahre verlängern kann.

Das bietet sich vor allem in der jetzigen Zeit an, wo die Zinsen schon seit sehr langer Zeit auf einem sehr niedrigen Niveau sind. Durch eine sehr lange Zinsbindung kann man sich diese attraktiven Konditionen langfristig sichern und braucht erst einmal keine Angst davor haben, dass eventuell steigende Zinsen in naher Zukunft für Probleme bei der Immobilienfinanzierung führen.

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