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Woran Sie einen heiß gelaufenen Markt erkennen können

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Liebe Leser,

die Krise in Deutschland und in der gesamten EU wird kommen. Die Kreditblase wächst gedeihlich – eines Tages wird sie platzen. Leider werden Sie diese Entwicklung auch am Immobilienmarkt sehen und messen können. Eines Tages werden die Preise zusammenbrechen – nur weiß heute noch niemand, wie stark dieser Effekt ist. Messbar ist allerdings die ungeheure Verschuldung an dem Markt.

Privatkredite: Über 1,2 Billionen Euro

Die „Deutsche Bank“ hatte in einer interessanten Studie vor kurzer Zeit nachgewiesen, dass private Haushalte in Deutschland für den Immobilienmarkt insgesamt über 1,2 Billionen Euro an Krediten aufgenommen haben. Die Zahl selbst erscheint angesichts von gut 30 Millionen Haushalten bereits unwirklich hoch. Dies wären umgerechnet jetzt noch 40.000 Euro pro Haushalt. Nur die Hälfte der Haushalte verfügt überhaupt über Immobilien. Demnach wäre jeder Haushalt mit Immobilieneigentum aktuell mit Krediten von 80.000 Euro belastet.

Das ist deshalb erstaunlich viel, weil die überwiegende Mehrheit der Haushalte keine Kredite haben dürfte – die Immobilien sind lange vererbt oder abbezahlt. Der statistisch noch überschaubare Mittelwert dürfte also in zahlreichen Einzelfällen regelrechte Bomben enthalten. Und tatsächlich: Gegenüber 2011 ist die Höhe der Immobiliendarlehen um fast 30 % gewachsen. Das heißt, dieses Land verschuldet sich in einem atemberaubenden Tempo für neue Immobilien. Denn auch hier gilt, dass die absolute Höhe sich nur auf einen kleineren Teilbereich aller Haushalte erstreckt.

Zudem aber laufen die Darlehen nunmehr länger. Das Problem wächst vor allem dadurch, dass die Darlehen in die Länge gestreckt sind. Annähernd 50 % der neu abgeschlossenen Darlehen sollen eine Laufzeit von mehr als zehn Jahren haben. Genau darin liegt die Sprengkraft: Wenn die Zinsen steigen und die Immobilienpreise erwartungsgemäß in den kommenden Jahren einmal anfangen sollten zu fallen, dann wirkt sich hier ein richtiger Hebeleffekt aus.

Die Kredite müssen eines Tages verlängert werden. Der Wert der Sicherheiten für das Restdarlehen ist bei sinkenden Immobilienpreisen dann deutlich geringer – womit der Zins allein durch die Entwicklung der Sicherheiten automatisch steigt. Klettern dann auch die Marktzinsen, wird es deutlich teurer als gedacht. Das kann zu einem Dominoeffekt führen: Kredite werden nicht verlängert, die Immobilien kommen verstärkt auf den Markt und die Preise sinken – dann – weiter. Wie stark der Effekt ist, kann niemand errechnen. Dennoch kann sich daraus ein sich selbst verstärkender Schaden entwickeln.

Krise verschärft sich aktuell

Wie für Blasen typisch hat sich die Entwicklung der Darlehensaufnahme zuletzt sogar beschleunigt. Im ersten Quartal 2019 haben viele Haushalte die Schulden sogar noch erhöht: Die Schulden sind gegenüber dem ersten Quartal 2018 sogar um 4,2 % gestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit dem Jahr 2000.

Unter dem Strich zeigen diese Zahlen, dass sich langsam aber sicher ein enormer Druck am Markt aufbaut. Hier bei Immobilien. Steigen die Zinsen wieder auf ein durchschnittliches Marktniveau, dann dürfte die Zinslast um mehr als 20 Milliarden Euro, eher sogar um 25 Milliarden Euro jährlich klettern. Das Geld fehlt an anderer Stelle.

Noch sehen wir wie hier an den Immobilienmarkt an verschiedenen Märkten nur kleinere Bläschen. Die steigende Geldmenge jedoch wird eines Tages über uns hereinbrechen. Schützen Sie sich am besten: Weiterhin empfehle ich unter anderem Gold und Silber als eine Form der Vermögenssicherung und auch „mobiles“ Vermögen – Akten mit hoher bilanzieller Substanz. Sonst sind Sie „gefangen“.

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