Wirecard Aktie: Das nächste Drama!

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Wirecard hat jetzt ein weiteres Drama an den Börsen ausgelöst. Die Diskussionen um das Unternehmen und seine Bilanzen ebben nicht ab. Am Wochenende wurde bekannt, dass Wirecard die mündliche Verhandlung gegen die „FT“ vor Gericht abgesagt habe (Ende Januar). Prompt sprach das Unternehmen am Montag wiederum davon, dass die Falschmeldungen dementiert werden müssten. Konkret: Das Rechtsverfahren der Wirecard AG gegen die FT sei nicht ausgesetzt oder eingestellt, sondern ein laufendes Verfahren. Zumindest sorgt diese Meldung für reichlich Verwirrung – auch am Markt.

Wieso muss Wirecard permanent dementieren?

Wirecard wollte die FT ursprünglich wegen der angeblichen Falschmeldungen über Bilanzprobleme in Singapur vor Gericht verklagen. Dieses Signal haben die Börsianer aktuell offenbar aufgenommen. Denn für Wirecard ging es am Montag gegen die allgemeine Tendenz im „Dax“ nach unten – das Unternehmen verlor -1,6 % und dürfte damit auch in den kommenden Tagen für Diskussionsstoff sorgen.

Dabei hatte Wirecard wie berichtet erst am Freitag relativ stabile Zahlen für das vergangene Quartal vorgelegt und damit die Analysten zumindest nicht enttäuscht. Wichtig bleibt nun der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Und dabei waren die Erwartungen bezüglich des Umsatzes fast haargenau zu den Erwartungen der Analysten getroffen worden. Insofern enttäuscht Wirecard nicht, hat aber auch keine neuen Begeisterungsstürme an den Handelsmärkten ausgelöst.

Auf der anderen Seite bleibt aus Sicht vieler Beobachter noch immer die Frage offen, wann denn endlich der Sonderprüfungsbericht der KPMG erscheine. Die KPMG hat die Bilanzen des Unternehmens der Sonderprüfung unterziehen wollen, nachdem das Handelsblatt wie auch die FT im vergangenen Jahr mehrfach Unregelmäßigkeiten in der Bilanz moniert hatten. Genau darum hat Wirecard auch das oben genannte Gerichtsverfahren gegen die FT angestrengt.

Dabei muss Wirecard offenbar immer mal wieder Meldungen dementieren. Zunächst die Meldungen der FT und des Handelsblattes, jetzt die Meldungen zu den Ereignissen rund um das Gerichtsverfahren. Einer der möglichen Hintergründe, die zugunsten des Unternehmens ins Feld geführt werden, sind augenscheinliche Short-Attacken, die immer mal wieder für Unruhe im Zusammenhang mit der Kursentwicklung sorgen.

Die Bankanalysten scheinen sich indes über die Meldungen weniger Sorgen zu machen. Unverändert wird zum Montag der Kurs nach Meinung der ganz großen Mehrheit der Analysten als „Kaufgelegenheit“ gewertet. Mehr als 70 % der Experten setzen die Aktie auf die Empfehlungsliste. Es gibt kaum Verkaufsempfehlungen – womit die Stimmung zumindest in den Finanzinstituten ganz offensichtlich für eine mögliche Fortsetzung der Rally spricht. Dabei werden sogar Kursziele teils jenseits der Marke von 200 Euro angegeben. Daran scheint sich aktuell nichts zu ändern.

Der Markt stellt die Aussagen indes nun auf den Prüfstand. Die Aktie hat mit dem neuerlichen Rücksetzer nun die Marke von 135 Euro – fast – erreicht. Dort könnte es zu einem Signal für den Beginn eines charttechnisch induzierten Abwärtstrends kommen. Sollten die Kurse unter diese Grenze sinken, dann wäre durchaus ein Rutsch in Richtung von zunächst 130 Euro und dann sogar in Richtung von 120 Euro denkbar, so die Erfahrung mit dem Kursverlauf von Wirecard.

Auf der anderen Seite gilt wiederum, dass der montägliche Schreck möglicherweise den Kurs zunächst nach unten geschraubt hatte. Korrigiert der Markt die Einschätzung und hievt den Wert in Richtung von 140 Euro, sind relativ schnell und ohne extreme Hürden zunächst 150 Euro und dann sogar 160 Euro weider erreichbar. Insofern findet gerade aus Sicht der Charttechnik derzeit ein eminenter Entscheidungskampf statt.

Technische Analysten wiederum sehen den Wert auch am Montagmorgen noch knapp im Hausse-Modus. Die 200-Tage-Linie verläuft in Höhe von 135,66 Euro. Der GD38 als Indikator für die kurzfristige Kursbewegung hat 130,13 Euro erreicht und ist dementsprechend gleichfalls noch überwunden.

Auch das Momentum ist in verschiedenen zeitlichen Dimensionen mit einem Aufwärtssignal ausgestattet. Der Indikator der „relativen Stärke“ ist sowohl kurzfristig wie auch langfristig auch noch – knapp – positiv. Insofern ist die Aktie durch die jüngsten Meldungen noch nicht aus der Balance geraten. Es sieht noch vergleichsweise gut aus, trotz der jüngsten Fragezeichen.

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Zitat: >>>Ja so ist es 08:31#17194 Kornblume und die Basher werden welk.<<<
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Wie man sieht steigt die Rakete doch schon, also nicht aufregen...
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Jabroni83  WDI 09:08
Mal wieder neuer Kunde, trotz der verzweifelten Unkenrufe mancher hier...schon komisch https://ww
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