Wie hältst du es mit der Selbstüberschätzung?

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eine der Gretchenfragen, die sich jeder Anleger von Zeit zu Zeit immer wieder stellen sollte, ist nicht die nach der Moral, sondern jene nach der Selbstüberschätzung. Von sich überzeugte Menschen wirken im ersten Moment dominanter. Sie reißen andere mit, auch wenn ihr Weg nicht unbedingt der richtige ist.

Dass auch Investoren immer wieder zur Selbstüberschätzung neigen, ist gut belegt. Die Finanzmärkte haben allerdings die Tendenz, diese Eigenschaft zu bestrafen. Das tun sie, indem sie einfach die Richtung wechseln und in einen anderen Modus übergehen. Ein Bullenmarkt geht in eine zähe Seitwärtsphase über und aus dieser entwickelt sich ein Bärenmarkt.

Viele Anleger haben mit diesen Marktwechseln Probleme. Einer ihrer größten Fehler liegt zumeist darin, den Erfolg einer Periode vor allem sich selbst und nicht der allgemeinen Marktentwicklung zuzuschreiben. Auf eine überdurchschnittliche Rendite folgt so oft eine unterdurchschnittliche. Dabei ist oft der vergangene Erfolg der Auslöser des Verhängnisses, weil man ihn auch in einer veränderten Marktlage erneut erzwingen will.

Wer diese kostspieligen Fehler vermeiden will, tut gut daran, den Märkten mit Demut und nicht mit dem Gefühl der Überlegenheit zu begegnen. Man tritt einen Schritt zurück und überlegt, welche Strategie in dieser Marktlage Erfolg haben könnte.

Derartige Überlegungen führen zwar nicht immer zum Ziel. Doch je öfter sie angestellt werden, desto positiver entwickelt sich am Ende die Rendite, weil der eine oder andere teure Fehler vermieden werden kann.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich,


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