Was versteht man unter operatives Geschäft?

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Die Bezeichnung operatives Geschäft taucht immer wieder auf, wenn über die Tätigkeiten von Unternehmen gesprochen wird, sodass es wichtig ist, sich überhaupt erst einmal darüber zu informieren, worum es bei diesem Begriff überhaupt geht. Hierbei kann man grundsätzlich sagen, dass das operative Geschäft immer die laufenden geschäftlichen Aktivitäten von einer Firma bezeichnet, die in einem direkten Zusammenhang mit den betrieblichen Zwecken des Unternehmens stehen.

So kann man das operative Geschäft auch gleichsetzen mit dem Begriff des Kerngeschäfts eines Betriebes, während die Nebengeschäfte nicht hinzugerechnet werden. Ein Beispiel für das operative Geschäft ist das alltäglich für den Geschäftsbetrieb notwendige Handeln und Denken, wodurch kurzfristige Planungen und Aktivitäten das Tagesgeschäft bestimmen. Dafür gelten im operativen Geschäft sehr detaillierte Ziele, die auch einzelne Produkte und Leistungen betreffen. Zudem wird dem operativen Geschäft auch die Mitarbeiterführung zugerechnet, für die das so genannte operative Management zuständig ist.

Die angesprochene Unterscheidung zwischen dem operativen Geschäft und Nebengeschäften spielt auch für das Rechnungswesen eines Unternehmens eine große Rolle. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird nämlich genau unterschieden, ob Geschäftsvorfälle dem Betriebsergebnis oder dem außergewöhnlichen Ergebnis zugeordnet werden müssen. Dabei wird alles, was durch das operative Geschäft erwirtschaftet wird, in das Betriebsergebnis aufgenommen. Abgesehen von der Abgrenzung zu Nebengeschäften wird auch häufig die Unterscheidung der operativen Geschäfte zu den taktischen und strategischen Vorgehensweisen eines Unternehmens vorgenommen.

Taktische Aktivitäten beziehen sich dabei auch die mittelfristigen Pläne eines Unternehmens, die meistens für einen größeren Teil der Firma gelten und nicht so detailliert sind wie die Vorgaben für das operative Tagesgeschäft. Bezüglich der Finanzwirtschaft gelten die taktischen Planungen zur mittelfristigen Finanzplanung. Die langfristige Planung der Ziele eines Unternehmens wird durch das strategische Geschäft erzielt. Dieses strategische Geschäft äußert sich dabei immer in Transaktionen, die mit der Absicht von langfristigen Auswirkungen getätigt werden.

Hier stehen oft so genannte Leitbilder eines Unternehmens im Blickpunkt, die sich damit befassen, wie und wohin ein Unternehmen sich dauerhaft entwickeln möchte, wobei die Vorgaben für die Ziele meistens noch weniger konkret sind als die taktischen Planungen. Beispiele für das strategische Geschäft sind angestrebte Kooperationen und der Verkauf von Geschäftsgebäuden.

Ein Beitrag von Robert Sasse

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