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Was Sie von Neil Woodford lernen können

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Sie keinen Neil Woodford nicht. Nun, das liegt möglicherweise daran, dass sie nicht in Großbritannien wohnen und auch nicht Ihr Geld in die vom 59-jährigen Briten gemanagten Fonds investiert haben. Hätten Sie dies getan, hätten Sie sich über Jahre hinweg einer hohen Rendite erfreut, würden sich aber heute vermutlich massiv um ihr Geld sorgen.

Ihre Überrendite erwirtschafteten die von Neil Woodford gemanagten Fonds dadurch, dass gezielt in die weniger gehandelten Nebenwerte investiert wurde. Das war in Zeiten des Booms und allgemein steigender Kurse eine gute Möglichkeit, die eigenen Gewinne deutlich zu steigern. Die geringere Liquidität der Aktien wirkte dabei wie ein Flaschenhals. Je mehr Geld in die Nebenwerte floss, desto höher schnellten die Kurse.

In einer Baisse dreht sich dieser Effekt jedoch um. Weil nur noch sehr wenige Anleger diese Aktien kaufen möchten, trocknet die Liquidität schnell aus. Für einen privaten Anleger, der nur eine Position im Wert von wenigen tausend Euro verkaufen will, ist das zumeist kein Problem.

Will man wie Neil Woodford jedoch große millionenschwere Positionen eines Fonds veräußern, kann die Liquiditätsfalle sehr schnell zuschnappen. Der Kurs fällt mangels Kaufbereitschaft anderer Anleger viel schneller als man seine Positionen verkaufen kann. Die Folge sind Buchgewinne, die wie Eis in der Sonne dahinschmelzen und am Ende möglicherweise hohe Verluste.

Nebenwert bergen in der Krise eine große Gefahr

Mit seinen Fonds sitzt Neil Woodford gerade in der Liquiditätsfalle und er droht nicht nur das Geld seiner Anleger zu verlieren, sondern auch seinen guten Ruf als Manager, der immer wieder eine Überrendite erzielt, den er sich in den vergangenen 30 Jahren erworben hat.

Als Quintessenz aus diesem Malheur sollte auch ein Privatanleger, der in Aktienfonds mit Nebenwerteschwerpunkt investiert, die Erkenntnis mitnehmen, dass es von Vorteil ist, sich vor dem Kauf eingehend mit dem Anlageschwerpunkt des Fonds und der Strategie des Managements zu beschäftigen. Anderenfalls könnten gerade in Bärenmärkten, wie das Beispiel Neil Woodfords eindrücklich zeigt, unangenehme Überraschungen auf den investierten Anleger zukommen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

Der Beitrag Was Sie von Neil Woodford lernen können erschien zuerst auf 7 vor 8 – Der Börsenausblick am Morgen.

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