Was ist der MDAX?

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Bei dem MDAX, dessen Kurzbezeichnung vom Namen Mid-Cap-DAX abgeleitet wird, handelt es sich um einen deutschen Aktienindex, der wie auch der DAX, der TecDAX und der SDAX zum Prime Standard und zur so genannten DAX Familie gehört. Im Januar 1996 wurde der MDAX das erste Mal berechnet, wobei die Indexbasis analog zum DAX und SDAX zurückgerechnet wurde auf 1.000 Punkte zum 30. Dezember 1987, um die Entwicklung dieser drei Indikatoren vergleichbar zu machen. Anfangs beinhaltete der MDAX 70 Werte. Seit dem Jahr 2003 setzt sich der MDAX nur noch aus insgesamt 50 Werten zusammen, die allesamt aus den klassischen Branchen der Wirtschaft stammen.

Da es sich hauptsächlich um die Aktien von mittelgroßen Unternehmen in Deutschland handelt, wird von so genannten Mid Caps gesprochen, die für das M im Namen des MDAX sorgen. Bei den 50 Werten handelt es sich um die Unternehmen, die anhand ihres Börsenumsatzes und der Marktkapitalisierung des Streubesitzes direkt auf die Unternehmen folgen, welche im DAX vertreten sind. Die Zusammensetzung vom MDAX wird offiziell im März, im Juni, im September und im Dezember überprüft und eventuell angepasst, wenn es nicht zwischenzeitlich einen Änderungsbedarf gibt, wie zum Beispiel bei großen Neuemissionen, Fusionen oder Geschäftsaufgaben.

Für die speziellen Regelungen bei Änderungen in der Besetzung des MDAX gibt es zum einen im März und im September die Regular Exit Regeln und die Regular Entry Regeln der deutschen Börse. Für den regulären Eintritt in den MDAX gilt die 50/50 Regel, nach der ein Unternehmen in den MDAX aufgnommen wird, wenn es sowohl bezüglich der Marktkapitalisierung als auch des Börsenumsatzes zu den größten 50 Unternehmen hinter dem DAX gehört. Ausscheiden muss ein Unternehmen dagegen nach der 60/60 Regel, also wenn es in beiden Bereichen nicht mehr unter den ersten 60 Unternehmen hinter den DAX Werten zu finden ist.

In allen vier Terminen für die Zusammensetzung gibt es auch die Überprüfungen hinsichtlich der Fast Entry Regel und der Fast Exit Regel. Hiernach müssen Unternehmen den MDAX verlassen, wenn sie in beiden Bereichen nicht mehr unter den besten 65 Unternehmen hinter den DAX Werten sind und neue Unternehmen werden aufgenommen, wenn sie in beiden Bereichen unter den ersten 45 Unternehmen hinter den DAX Werten liegen.

Derzeit gehören die Unternehmen Aareal Bank, Airbus, alstria office REIT, Aroundtown, Aurubis, Axel Springer, Brenntag, Ceconomy, CTS EVENTIM, Deutsche EuroShop, Deutsche Pfandbriefbank, Deutsche Wohnen, Dürr, Evonik Industries, Fielmann, Fraport, Fuchs Petrolub, GEA Group, Gerresheimer, Grand City Properties, Hannover Rückversicherung, HELLA KGaA Hueck & Co., Hochtief, Hugo Boss, Innogy, Jungheinrich, K+S, Kion Group, Krones, Lanxess, LEG Immobilien, Leoni, Metro, MTU Aero Engines, Norma Group, OSRAM Licht, ProSiebenSat.1 Media, Rheinmetall, Rocket Internet, RTL Group, Salzgitter, Schaeffler, STADA Arzneimittel, Ströer Media, Symrise, TAG Immobilien, Talanx, Uniper, Wacker Chemie und Zalando zum MDAX.

Die Gewichtung der Werte für die Berechnung des MDAX erfolgt anhand der jeweiligen Marktkapitalisierung. Der MDAX wird sowohl als Kurs- als auch als Performanceindex berechnet, wobei meistens auf den Performanceindex geschaut wird, der den großen Vorteil bietet, dass auch zusätzliche Werte einer Aktie wie in Aussicht gestellt Renditen einberechnet werden.

Ein Beitrag von Robert Sasse

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