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Warnung berechtigt: Dramatischer Einbruch der Steinhoff-Aktie!

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Liebe Leser,

so etwas sehen Sie an der Börse selten: Heute hat die Aktie des MDax-Unternehmens Steinhoff zeitweise um über 70% an Wert verloren und war damit sogar zwischenzeitlich zum Penny-Stock mutiert. Zur Erläuterung: Von einem Penny-Stock spricht man dann, wenn eine Aktie weniger als 1 Euro oder 1 US-Dollar kostet. Als Schlussgong-Leser waren Sie gewarnt, da ich schon vor längerer Zeit auf rechtliche Risiken im Fall Steinhoff hingewiesen habe.

Wie konnte es zu diesem dramatischen Absturz kommen? Verantwortlich dafür sind Ungereimtheiten in den Büchern, der Abgang zweier Top-Manager, möglicher Insiderhandel und verschobene Jahreszahlen. Kurzum: Das Unternehmen steckt in massiven Schwierigkeiten. Daher haben viele Anleger heute die Reißleine gezogen.

Die Aktie des Poco-Mutterkonzerns (Poco ist ein großer Möbelhändler) war bereits in den Wochen zuvor massiv unter Druck geraten. Während die Steinhoff-Aktie vor 3 Monaten noch bei 4,15 Euro notierte, lag der Kurs gestern nur noch bei knapp 3 Euro. Heute rutsche die Aktie – wie schon geschrieben – zwischenzeitlich sogar auf unter 1 Euro ab.

Steinhoff-Chef muss seinen Hut nehmen

Wegen Ungereimtheiten in den Büchern musste jetzt der bisherige Konzernchef Markus Jooste seinen Hut nehmen. Auch der Finanzchef Ben La Grange trat zurück. Zudem räumte der Aufsichtsrat des Unternehmens ein, dass „in Bezug auf Bilanzunregelmäßigkeiten neue Informationen ans Licht gekommen sind“. Diese neuen Informationen sorgen dafür, dass weitere Nachforschungen notwendig sind und somit die Bilanzvorlage verschoben werden muss.

Dabei gehe es auch um die Frage, ob die Zahlen für die Vorjahre angepasst werden müssten. Soll heißen: Möglicherweise müssen auch die Bilanzen der Vorjahre korrigiert werden. Ursprünglich sollten die Zahlen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 heute vorgelegt werden.

Commerzbank-Analyst Andreas Riemann warnte angesichts der schlechten Nachrichten vor Investitionen in den Konzern (von Steinhoff gibt es an der Börse Aktien und Anleihen). Die Untersuchungen seien eine schlechte Nachricht und stellten ein großes Fragezeichen hinter die Ergebnisse der vergangenen Jahre. Auch andere Analysten warnen aktuell vor einem Einstieg bei Steinhoff.

Ich habe schon frühzeitig vor Steinhoff gewarnt

Ich habe Sie sogar schon viel früher gewarnt. Am 8. Dezember 2015 schrieb ich Ihnen anlässlich des Börsengangs von Steinhoff: „Begleitet wurde der Steinhoff-Börsengang jedoch von einer unschönen Nachricht. Bei der deutschen Steinhoff-Tochter Steinhoff Europe Group Services GmbH wurden von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Oldenburg Büroräume durchsucht. Der Grund: Es steht der Verdacht der Bilanzfälschung im Raum.“

Und weiter: „Von einem Einstieg in die Steinhoff-Aktie rate ich Ihnen aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit ab. Wenn Sie sich für die Steinhoff-Aktie interessieren, sollten Sie warten, bis die Vorwürfe geklärt sind und gegebenenfalls dann einsteigen. Aktuell wäre mir ein Einstieg zu riskant.“

Somit hat Sie der „Schlussgong“ – wenn Sie meinem Rat gefolgt sind – davor bewahrt, viel Geld zu verlieren. Aktuell lässt sich der „faire“ Wert der Steinhoff-Aktie nicht berechnen, da völlig unklar ist, ob und wie stark die Gewinne und die ausgewiesenen Vermögenswerte manipuliert wurden.

Ein Beitrag von Rolf Morrien


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