Wacker Chemie Aktie: Ein riesiger Problemberg!

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Stellenabbau, rückläufige Silizium-Preise und jetzt auch noch die Corona-Krise: Wacker Chemie wird im laufenden Jahr gleich mit einem ganzen Problemberg konfrontiert.

Kosten für Arbeitsplatzabbau unklar

Am Dienstag hat der Chemiekonzern nun seine Prognose für 2020 vorgelegt, die vor allem von zwei Unbekannten geprägt ist. So soll sich das operative Ergebnis (EBITDA) eigentlich um rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert einpendeln, wenn man die 112 Millionen Euro herausrechnet, die Wacker Chemie 2019 infolge eines Brands in einem US-Werk bekommen hat.

Die Unbekannte: Die Kosten für den forcierten Arbeitsplatzabbau sind in der Prognose noch nicht eingepreist. „Er wird eine Belastung darstellen“, musste CFO Tobias Ohler einräumen. Wie hoch diese ausfalle, werde erst im Juni feststehen.

Weitere Unsicherheit durch Coronavirus

Die zweite große Unbekannte: das Coronavirus. Wacker rechnet aufgrund der Virus-Krise nach derzeitigem Stand mit Negativeffekten auf den operativen Gewinn von mindestens 100 Millionen Euro. „Weiter ist das heute nicht zu bewerten“, so Ohler.

Immerhin zeigte sich der SDax-Konzern in Sachen China zuversichtlich. Die Situation im Corona-Ursprungsland stabilisiere sich immer weiter. Zudem sei die Produktion von Wacker auch während des weitgehenden Stillstands in der Volksrepublik in den ersten beiden Monaten des Jahres nicht gestoppt worden. Ohler bescheinigte dem chinesischen Markt ein „gewisses vorläufiges Aufatmen“.

Prognose für Q1 2020 solide

Für das erste Quartal des laufenden Jahres rechnet Wacker insgesamt mit soliden Zahlen. So soll der Umsatz nur leicht auf 1,2 Milliarden Euro fallen (Vorjahr: 1,24 Mrd. €). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll gegenüber dem Vorjahreswert (142 Mio. €) gar kräftig zulegen. Konkrete Zahlen zum erwarteten Q1-EBITDA nannte der Konzern indes nicht

2019 mit drastischem Nettoverlust – Dividende massiv gekürzt

Zur Einordnung: Am Dienstag hat Wacker für 2019 einen Nettoverlust von 630 Millionen Euro mitgeteilt – vor allem wegen Abschreibungen auf Produktionsanlagen für Silizium, das in der Solartechnik Anwendung findet. Dennoch will der Konzern für 2019 eine Dividende ausbezahlen. Diese soll allerdings mit 50 Cent pro Aktie 80 Prozent niedriger liegen als jene für 2018.

Dass man angesichts des riesigen Nettoverlusts überhaupt eine Dividende bezahlt, drücke „auch die Zuversicht aus, mit der wir in die Zukunft gehen“, sagte Wacker-Boss Rudolf Staudigl. Am Geschäft mit Solarsilizium (Polysilizium) will Staudigl jedenfalls festhalten, obwohl die Preissituation schwierig bleiben dürfte. „Dieses Geschäft hat Zukunft“, betonte er.

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Wacker Chemie Forum

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aus der Meldung zum Quartalsergebnis, Aussage Staudigl zumindest auf das Quartal bezogen... nunja ho
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T-master. Ich weiß nicht woher Sie Ihre Info haben die Preise würden fallen. Lt. pvinsights steigen
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Zumindest der Verlust ist insgesamt vermieden worden, aber Poly mit den massiven Investitionen, 150M
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