Vier Trümpfe: China + Tech + Gesundheit + Gold

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Es geht wieder aufwärts. Nicht überall. Und manchmal wünschen wir uns das Gegenteil – vor allem bei den Pandemie-Zahlen. Aber die Anleger haben sich inzwischen auf die völlig neuartige Krise mit einer tiefen Rezession der Weltwirtschaft eingestellt. Somit können sich Analysten und Anlageverwalter konkret mit Strategie und Taktik auseinandersetzen, können Anlageklassen und -instrumente bestimmt und die Mischung des Portfolios überprüft werden. Stabile Grundlage aller Investitionsentscheidungen ist das ungeheure Volumen von monetären Hilfspaketen, mit denen Notenbanken und Fiskalpolitik gemeinsam (!) den Corona-Folgen begegnen.

Lange Zeit habe ich ein Trio aus Aktien, Immobilien und Gold als Anlagemix vorgeschlagen – das ist inzwischen auf ein Duo von Aktien & Gold geschrumpft. Dafür stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung. Es ist in meinen Augen sinnvoll, sich jetzt erst einmal auf die aktuell favorisierten Märkte zu konzentrieren. Schon mit meiner empfohlenen Mischung aus China-Aktien, internationalen Hightech-Giganten, Healthcare-Werten (Gesundheitswesen von Pharma bis Medizintechnik) und Gold (physisch und als ETFs bzw. ETCs) schafft sich der Anleger ein breites Portfolio, das mittelfristig (etwa ein bis drei Jahre) Erfolg verspricht.

Eine auffallend große Rolle spielen für internationale Vermögensverwalter auch wieder die Schwellenländer. Londoner Fondsmanager machen sich vor allem für Schwellenländer-Anleihen stark. Dabei sollte das Universum der Emerging Markets keinesfalls als homogene Gruppe angesehen werden: Tatsächlich sind die Schwellenländer sehr verschieden, wodurch sich wiederum viele Möglichkeiten zur Diversifizierung ergeben.

Mir geht es in erster Linie aber um Aktien. Als Ursprungsland des Corona-Virus stand China als erster Staat unter einem Lockdown – mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft. Doch nun machen Zahlen und Prognosen Hoffnung: Das Wachstum zieht wieder an, der Automarkt vermeldet steigende Absätze. Die chinesische Wirtschaft kommt nach den Worten eines Regierungsberaters wieder in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte im anstehenden dritten Quartal um 5 Prozent wachsen.

Will man Kursrekorde sehen, muss man in den Nasdaq-Index schauen, denn dort wird trotz der allgemeinen Unsicherheit ein Rekord nach dem anderen markiert. Sei es nun Tesla, Microsoft, Apple, Amazon oder auch Netflix – die großen Tech-Werte konnten auch in der vergangenen Woche neue Höchststände erklimmen. Ein kurzer Blick auf die Wall-Street-Schlussberichte bestätigt eindrucksvoll, wer die Favoriten sind, die bis auf weiteres im Mittelpunkt des Anlegerinteresses bleiben dürften: Technologie und Healthcare. Hier Auszüge: Ungeachtet neuer Rekordzahlen von Corona-Neuinfektionen haben die US-Börsen am Freitag nach einem verhaltenen Start zugelegt. Die Kurse der technologielastigen Nasdaq erklommen im späteren Handel sogar wieder Höchststände. Die Aktien von Gilead Sciences gewannen infolge der Remdesivir-Aussagen 2,2 Prozent. Außerdem schwangen sich einige Technologieaktien in neue Rekordhöhen auf. Neben den Papieren des Online-Handelsgiganten Amazon erreichten auch die Aktien des Graphikprozessoren-Entwicklers Nvidia, die des Photoshop-Anbieters Adobe, des Anbieters von Videokonferenz-Lösungen Zoom Video und schließlich auch die Papiere der Google-Mutter Alphabet ein historisches Hoch.

Als Folge der extrem hohen Liquidität und mangelnder Anlagealternativen ist Gold wieder ein bevorzugtes Ziel von institutionellen und Privatanlegern – doch nicht nur als das Sicherheitselement (für mich das Hauptargument). Das lässt sich aus der hohen Korrelation mit den Aktienkursen ableiten, als sich der Edelmetallpreis für einige Zeit ganz ähnlich wie die Börsen entwickelte. Inzwischen ist Gold durch die wachsende Furcht vor einer zweiten Pandemie-Welle wieder als Krisenmetall gefragt und zum ersten Mal seit neun Jahren über die Marke von 1.800 Dollar geklettert. Jüngstes Argument: Die massiven Interventionen der Notenbanken heizen die Sorgen der Investoren vor einem Inflationsszenario weiter an und so bekommt Gold als sicherer Hafen für den Werterhalt des eigenen Kapitals großen Zulauf. Vor diesem Hintergrund hat Pictet Wealth Management seine Erwartungen zur Entwicklung des Goldpreises angepasst: Die Dreimonatsprognose liegt nun bei 1.890, jene über sechs Monate bei1.950 und die Erwartung für 12 Monate auf dem historischen Höchststand von 2.000 Dollar.

Bleiben Sie gesund – und machen Sie’s gut! Herzlich, Ihr Börsen-Dino!

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kommst du aus Asgard? :-) Asgar Odinson? Habe mal Kootenay Silver aufgestockt in Stuttgart 3300 S
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ubsb55  Asgar 15:46
"Würde mich gerne mit Informationen beteiligen und bin mir ganz sicher, ....es wird uns Spass mache
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Folge eurem Forum-Verlauf schon seid einiger Zeit. Bin schon länger stark in Minenaktien investiert
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