Viele Fonds sitzen auf hohen Cashreserven

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Liebe Leser,

Hand aufs Herz, waren Sie bei der beeindruckenden Rallye am amerikanischen Aktienmarkt mit von der Partie? Seit dem zweiten Weihnachtstag steigen an der Wall Street die Kurse und sie taten das in einer Weise, die nach dem vorangegangenen Crash kaum ein Anleger erwartet hätte.

Wenn die privaten Anleger nicht gekauft haben, dann ist die „Schuld“ für diese Rallye zwangsläufig bei den institutionellen Anlegern zu suchen. Doch auch hier kann man eine interessante Beobachtung machen. Die Fonds haben zwar viele Aktien gekauft, sie haben aber auch im großen Stil Cashreserven aufgebaut.

Die Cashreserven der Fonds sind insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 stark gewachsen und sie liegen aktuell auf dem höchsten Niveau seit Januar 2009. Im Januar 2009 rauschten die Kurse an der Wall Street noch in den Keller. Doch schon zwei Monate später wandelte sich das Bild und einer der längsten Aufschwünge in der Geschichte der amerikanischen Börse begann.

Wird es dieses Mal genauso sein? Die hohen Cashbestände der Fonds zeugen ohne Frage von der Vorsicht der Manager. Eine Haltung, die vor dem Hintergrund der Kursentwicklung im zweiten Halbjahres 2018 durchaus nachzuvollziehen ist. Man könnte also geneigt sein, zu sagen, die Fondsmanager trauen dem Braten nicht und halten ihr Pulver lieber trocken.

Ebenso gut kann man darauf verweisen, dass dieses viele Geld immer noch an der Seitenlinie steht und deshalb die laufende Rallye in den nächsten Wochen weiter befeuern kann. In diesem Fall könnte die Entwicklung in den nächsten Monaten ähnlich verlaufen wie im ersten Halbjahr 2009.

Der wesentliche Unterschied zwischen damals und heute darf aber nicht übersehen werden. 2009 schaute man auf eine Krise zurück, heute schaut man auf neun gute Jahre zurück und stellt sich die bange Frage nach dem Ende der Party.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

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