US-Dollar: Kommt jetzt der Crash?

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Der prominente US-Ökonom Stephen Roach hat diese Woche im US-amerikanischen Fernsehen einen drastischen Absturz des Dollar prophezeit. Der Senior Fellow der Yale University und ehemalige Vorsitzende von Morgan Stanley Asia sprach diese Warnung am Montag in der CNBC-Sendung „Trading Nation“ aus und verwies dabei auf die steigenden Staatschulden seines Landes.

„Der Dollar wird sehr, sehr stark fallen“, sagte er dem Sender und sprach von einem Rückgang von bis zu 35 Prozent gegenüber konkurrierenden Währungen. Das würde nach Roach die Vorherrschaft des „Greenback“ als Weltreservewährung wahrscheinlich beenden.

Handelskrieg und Pandemie schwächen die USA

Zwar kommt ein schwacher Dollar kurzfristig den US-Exporten zugute; doch langfristig, sagt Roach, werde sich die Abwertung als problematisch erweisen. Durch die COVID19-Pandemie und die damit verbundene Rezession sei die US-Wirtschaft bereits „gestresst“. Zudem werde der Handelsstreit mit dem aufstrebenden China die US-Währung in den nächsten Jahren weiter schwächen, so der Finanzexperte.


Chinas Währung, der Yuan, könnte unterdessen bei Investoren an Attraktivität gewinnen, sagt Roach. Der Grund: Peking durchläuft gerade eine Phase der Strukturreformen, die die produktionslastige Wirtschaft des Landes stärker auf Dienstleistungen ausrichtet – mit einem größeren konsumentenorientierten Wachstum.

Mittlerweile habe auch der Rest der Welt ernsthafte Zweifel an der Ausnahmestellung der Amerikaner, sagt der Ökonom. Die Regierung gibt aktuell Billionen von Dollar aus, um den Schaden durch die Corona-Krise abzumildern. Doch das Haushaltsdefizit könnte nach Roach die Lage für die US-Währung noch verschlimmern.

Noch gilt die USA als wirtschaftlich stabil

Ein Großteil der grenzüberschreitenden Finanzierung und des internationalen Handels wird in Dollar abgewickelt. Wer sich in der Vergangenheit um die Weltwirtschaft sorgte, hat traditionell Dollar gekauft. Seit langer Zeit werden die USA als stabile Wirtschaft mit einer stabilen Währung wahrgenommen. Doch Roach sagt: Die wachsenden Defizite des Landes werden diese Wahrnehmung bald ändern.



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