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UniDevice AG: Interview mit CEO Christian Pahl auf der Münchener Kapitalmarkt Konferenz (mkk) 2019

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Sehr geehrter Herr Pahl, wir haben ja schon auf der letzten MKK im vergangenen Dezember miteinander gesprochen. Damals haben Sie ja schon das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens erläutert, was ja auch relativ einfach zu verstehen ist. Daher frage ich Sie dieses Mal einfach nur: Was gibt es Neues?

Antwort von Christian Pahl: Ja, da kann ich durchaus einiges berichten. Zunächst zurück zum vergangenen Geschäftsjahr. 2018 lief für uns hervorragend, so dass die letztlich vermeldeten Geschäftszahlen die seinerzeit in Aussicht gestellten Erwartungen voll erfüllen konnten.

Konkret verzeichneten wir in 2018 ein Umsatzwachstum um +38% auf 317 Mio. Euro. Dabei stieg der Gewinn sogar überproportional stark auf rund eine Million Euro Nettogewinn. Doch damit ja noch längst nicht genug!

Vielmehr schloss das erste Quartal 2019 quasi nahtlos an diese positive Entwicklung an. So lag das Umsatzwachstum in Q1/2019 bei ca. +40% (gegenüber Q1/2018), der Quartalsumsatz lag somit bei 101 Mio. Euro.

Diese Zahlen sind auch deshalb so beeindruckend, weil Q1 eigentlich traditionell (nach dem Abflauen des Weihnachtsgeschäfts) ein eher schwaches Quartal für die Branche ist. Umso schöner ist es da, dass es uns zugleich auch noch gelang die Marge zu verbessern.

Die Verbesserung der Marge geht dabei auf einen, für uns, günstigeren Produktmix zurück. In der Folge fiel alleine in Q1/2019 schon ein Nettogewinn von 560.000 Euro an, was mehr als der Hälfte des gesamten Vorjahresgewinns entsprach.

Ein Kritikpunkt, den ich schon letztes Mal thematisiert habe, ist allerdings die insgesamt hauchdünne Marge, mit der Sie arbeiten. Wenn Sie aus einem Umsatz in Höhe von 101 Mio. Euro am Ende nur 560.000 Euro Nettogewinn herausholen, ist das natürlich sehr wenig. Auch wenn man loben muss, dass Sie überhaupt profitabel arbeiten, was ja viele andere junge Unternehmen gar nicht schaffen.

Antwort von Christian Pahl: Das ist zwar richtig. Wir haben allerdings andererseits auch keine Lagerwertrisiken, weil wir unsere Geschäfte in der Regel innerhalb von 3-8 Tagen komplett abwickeln. Allerdings sehe ich schon, dass sich die recht niedrigen Margen in der Bewertung der Aktie niederschlagen.

So machen wir in 2019e wohl einen Nettogewinn von ca. zwei Millionen Euro, zugleich liegt der Börsenwert des Unternehmens auch nur bei 23 Mio. Euro. Das ist ein Gewinnmultiple zwischen 11 und 12 und sicherlich eher günstig.

Sie sehen aber nicht, dass Sie Ihre Marge wenigstens auf das bekanntermaßen ja doch eher niedrige Niveau des deutschen Lebensmitteleinzelhandels, also etwa 2-3%, zu steigern?

Antwort von Christian Pahl: Nein, absolut nicht. Auf Basis unseres Geschäftsmodells müssen wir uns mit einer Rohmarge von 1,5% sowie einer Nettogewinnmarge von 0,5% zufrieden geben.

Wenn Sie daher Ihren Gewinn steigern wollen, klappt das nur über ein entsprechendes Umsatzwachstum. Sehe ich das richtig?

Antwort von Christian Pahl: Ja, genau. Wobei wir zuletzt beim Umsatz stark und beim Nettogewinn trotzdem überproportional stark gewachsen sind.

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11. Dez
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bei BRN. https://www.brn-ag.de/36692-UniDevice-Wachstum-Christian-Pahl
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Interview von sich gibt dann schätze ichs hier so ein, dass da eine schöne Kursentwicklung kommen dü
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https://www.ariva.de/news/unidevice-ag-umsatz-262-mio-eur-ebit-2-95-mio-eur-zum-7903203



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