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Unglaublich: Ist das Wirtschaftswachstum langfristig und endgültig beendet?

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Liebe Leser,

wir stehen am Rande einer wirtschaftlichen Rezession. Dies ist in den USA weniger deutlich als bei uns in der EU, in der beispielsweise die Bundesregierung kürzlich die Wachstumsprognose für 2020 (!) auf nur noch 1,0 % reduziert hat. Am Ende stellt sich die Frage, ob dies nur ein vorübergehendes Phänomen ist oder ob die Wirtschaft, so wie wir sie kennen, ihre letzten Runden aufgenommen hat. Dazu habe ich eine bemerkenswerte Zahl gefunden.

Dollar: Immer schwächere Wachstumsimpulse…

Der Dollar, so berichtete nun die „NZZ“ aus einer Studie von Lacy Hunt, „Chefökonom der Hoisington Investment Management Company“, würde weltweit nur noch 0,42 Dollar Wachstum erzeugen. Wenn also beispielsweise die Fed, die Zentralbank der USA, einen neuen Dollar (durch Kredite) erzeugt, erwachsen daraus weitere 0,42 Dollar an Wirtschaftswachstum.

Noch vor zehn Jahren wuchs die Wirtschaftsleistung weltweit allerdings pro Jahr etwa 11 % stärker. Das heißt, der Wirkungsgrad zusätzlicher Geldmengen lässt relativ deutlich nach. Dies ist ein Alarmzeichen, weil es die Wirkung der aktuellen Zinspolitik in den USA in Frage stellt. Die Fed senkt die Zinsen wieder, nachdem sie den Zinssatz zwischenzeitlich von 2017 bis 2018 sogar erhöht hatte und zusätzlich eigene Forderungen eintrieb – Anleihen, die ausliefen, wurden nicht durch neue Anleihen ersetzt. Damit verkürzte sich die Bilanz der Fed, was wiederum gleichbedeutend mit einer Reduzierung der Geldmenge ist.

Damit erleben wir derzeit an zwei Faktoren ein großes Problem: Die US-Geldpolitik ist mit enormen Schwankungen bei den Zinsen und beim Ab- und Wiederaufbau an Anleihenbeständen kaum kalkulierbar. Zudem wirkt die zusätzliche Produktion von Dollar bei weitem nicht mehr so stark wie früher. Unter dem Strich dürfte das Wirtschaftswachstum also tendenziell sinken.

Schließlich aber ist die US-Wirtschaft für etwa 25 % der gesamten Weltwirtschaftsleistung verantwortlich. Husten die USA, hat die Welt sprichwörtlich Grippe. Genau dieser Fall wird auf Basis dieser Daten eintreten.

Wenn die Wirkungskraft zusätzlicher Dollar-Emissionen weltweit aber nachlässt, dann sehe ich darin sogar ein grundsätzliches Problem. Volkswirte nennen dies „sinkenden Grenzertrag“, der sich in den meisten Fällen zudem kaum umkehren lässt. Die hohe Verschuldung, die wir bereits weltweit erzeugt haben, ist dafür verantwortlich. Je höher die Schulden bereits sind, desto weniger nutzt ein zusätzlicher Dollar an Schulden, da die Hebelwirkung auch auf dieser Basis nicht mehr so groß ist. Das ist ein strukturelles Problem, an dem wir über Jahre leiden dürften.

Rechnen Sie damit, dass das Wirtschaftswachstum generell nach und nach geringer wird. Die goldenen Zeiten für die Wirtschaft sind für längere Zeit passe. Da die Währungen schwach sind, sichern Sie sich ab: Wirtschaftlich stark unterfütterte Aktien sind ein Gegenmittel, Gold- und mit Abstrichen Silberinvestitionen gleichfalls.

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