TecDax: 17-Jahres-Rekordhoch – TecDax-Werte enorm stark

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Der TecDax ist in einer neuen Rallye angekommen. Der Index ist so stark und attraktiv wie nie zuvor, meinen Analysten. Das gestrige Ergebnis ist ein neues „17-Jahres-Hoch“, wobei diese Aussage so noch nicht einmal vollständig korrekt ist. Vor 17 Jahren gab es den TecDax noch nicht einmal, damals wurde der Vorgänger Nemax, der Neue Markt, geführt.

Technologie-Werte extrem stark

Der TecDax profitierte vor allem davon, dass am Montagabend die Technologie-Werte in den USA an der Wall Street deutlich stärker wurden. Dort haben vor allem die Indizes der „Nasdaq“ überzeugt und sind nah an ihren jeweiligen Allzeithochs. Der Nasdaq 100 hat sei dem 1. Januar mehr als 11 % gewonnen, im Zuge dessen hat das deutsche Pendant TecDax sogar über 12,5 % aufgesattelt.

Es sieht also gerade für Technologiewerte und speziell den TecDax sehr gut aus, das Barometer befindet sich im charttechnischen Aufwärtstrend. Auch die technischen Vorzeichen sind glänzend. Der TecDax (ISIN: DE0007203275) hat seinen GD200 lange überwunden und befindet sich auch im technischen Aufwärtstrend.

Dennoch: Vorsicht ist geboten. Denn die Konjunktur hat einen kleinen Rückschlag vermeldet. Die Stimmung der Unternehmen innerhalb der Euro-Zone hat sich Umfragen zufolge verschlechtert. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex hat ein neues 1,5-Jahres-Tief aufgestellt. Wirtschaftlich könnte es also Schwierigkeiten geben.

Mittelstands-Champions im Vorteil

Daher bleibt vor allem der Mittelstand letztlich im Vorteil. Der FMCI, der Finanztrends-Mittelstand-Champions-Index ist in den zurückliegenden Tagen nicht ganz so stark geklettert wie der TecDax, steigt aber solider und weniger schwankend. Auf den Rekord des Indizes fehlen nur etwa 7 %, die Volatilität (Schwankungsbreite) bleibt indes viel geringer.

Grund ist die Zusammensetzung im FMCI, der sich am MDax (ISIN: DE0008467416) orientierte, die riskantesten Papiere allerdings nicht berücksichtigt und die Gewichtung der Papiere auch an deren Risiko und Rendite ausrichtet. Die Gewichtung unterscheidet sich also vom MDax, der gleichgewichtet „gut“ und „schlecht“ führt.

Insofern ist die Ausgangslage für den TecDax scheinbar kurzfristig attraktiver, die Schwankungen im FMCI dürften dennoch gering bleiben.

Ein Beitrag von Robert Sasse