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Steinhoff: War es das jetzt?

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Liebe Leser,

Steinhoff hinterlässt derzeit bei vielen Analysten und Investoren große Fragezeichen. Nach einem fast einmaligen Absturz ist die Aktie noch immer auf dem Weg nach unten. Charttechniker fragen sich mittlerweile, ob es sich dabei um einen Sturz ins Bodenlose, also einen möglichen Konkurs, oder eine Aufholchance handelt. Die Chancen für eine erneute Aufwärtsbewegung sind zwar gering, aber auch dieses Szenario sollte nicht ausgeschlossen werden. Im Detail: Am Donnerstag sattelte die Aktie minimal auf. Dies allerdings hat nur formal zu einem messbaren Plus geführt, es ging an einer Börse um 1,7 % aufwärts. An anderen Börsen sieht die Gemengelage anders aus. Hier setzt sich der scheinbar ungebremste Absturz fort. Die Aktie ist in einem langfristigen und nachhaltigen Abwärtstrend, der stets neue Tiefen erzeugt. Aktuell beläuft sich das Kursminus innerhalb von einer Woche auf satte 57 %. In zwei Wochen ist es sogar um 75 % nach unten gegangen. Die Bilanz des vergangenen Monats ist mit -91 %noch verheerender. Unter dem Strich also setzt sich der Abwärtstrend in Richtung der Nulllinie ungebremst fort.

Am 20. Dezember war mit 0,29 Euro das bisherige Allzeittief erreicht worden. Die Aktie könnte nach Meinung von Charttechnikern bei zeitweiligen Tagesverlusten von 20 % oder mehr massiver verlieren, als wirtschaftlich orientierte Analysten dies wohl wahrhaben wollen. Dort wird teils noch berichtet, Steinhoff würde neue Kreditlinien erreichen wollen. Es sind sogar noch 5 % der Bankanalysten der Meinung, die Aktie sei ein Kauf. 85 % wollen derzeit halten. 10 % verkaufen den Titel.

Technische Analysten: Klarer geht es kaum

So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Befund von technischen Analysten vernichtend ausfällt. Deren Auffassung nach hat die Aktie in jeder zeitlichen Dimension einen unglaublich starken Baisse-Modus erreicht. Der Abstand zum GD200 als maßgeblicher Instanz für die Diagnose eines Abwärtstrends beläuft sich auf unfassbare 1.250 %. Ein kaum zu korrigierendes Verkaufssignal!

Ein Beitrag von Frank Holbaum


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