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Steinhoff kann noch immer keine Bilanz vorlegen – Kurssturz

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Liebe Leser,

die Angst vor steigenden Zinsen drückt heute die Aktienkurse in den roten Bereich. Eine solche Korrektur ist gesund und schon lange überfällig, damit der Markt nicht überhitzt. Das Thema Zinsen ist ein passender Auslöser, da das Thema bald wieder von der Agenda verschwindet. Für eine echte Zinswende sind die Schuldenberge der Staaten viel zu groß.

Verluste waren heute am Aktienmarkt an der Tagesordnung, doch eine Aktie wurde erneut besonders hart abgestraft. Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich Ihnen bereits über den Bilanzskandal des im MDax notierten Möbelkonzerns Steinhoff berichtet. Wenn Sie meinen Newsletter schon länger aufmerksam verfolgen, waren Sie bereits zuvor gewarnt. Denn es gab bei Steinhoff bereits zum Zeitpunkt des Börsengangs im Jahr 2015 Anzeichen für Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung.

Der Grund für den erneuten Kurssturz: Heute wurde bekannt, dass Steinhoff auch 4 Monate nach Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 (bis Ende September 2017) noch keine Bilanz vorlegen kann. Die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfer der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) zu den „Bilanzunregelmäßigkeiten“ bei Steinhoff dauern an, erklärte das Unternehmen am heutigen Dienstag.

In der vergangenen Woche hatte Steinhoff einen Bericht zum operativen Geschäft der mehr als 40 Tochter-Unternehmen (ein sogenanntes „Trading Update“) für Ende Februar in Aussicht gestellt. Wann die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt werden kann, ist heute noch nicht klar.

Was jedoch klar ist, ist, dass die im MDax notierte Steinhoff-Aktie, die zeitweise sogar mal Kandidat für einen Aufstieg in den DAX war, seit Bekanntwerden des Bilanzskandals mehr als 90% an Wert eingebüßt hat.

Bevor ich zum Schluss noch einmal zur Steinhoff-Aktie und zu meiner diesbezüglichen Einschätzung komme, möchte ich Ihnen zunächst einen kurzen Überblick über die Ereignisse bei Steinhoff geben.

Der Absturz der Steinhoff-Aktie

Verantwortlich für den Absturz der Steinhoff-Aktie sind Ungereimtheiten in den Büchern, der Abgang zweier Top-Manager, möglicher Insiderhandel und verschobene Jahreszahlen. Kurzum: Das Unternehmen steckt schon seit einiger Zeit in massiven Schwierigkeiten.

Wie eingangs schon geschrieben, hatte ich Sie bereits im Jahr 2015 erstmals vor einer Investition in Steinhoff gewarnt. Anlässlich des Steinhoff-Börsengangs schrieb ich Ihnen: „Begleitet wurde der Steinhoff-Börsengang jedoch von einer unschönen Nachricht. Bei der deutschen Steinhoff-Tochter Steinhoff Europe Group Services GmbH wurden von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Oldenburg Büroräume durchsucht. Der Grund: Es steht der Verdacht der Bilanzfälschung im Raum.“

Und weiter: „Von einem Einstieg in die Steinhoff-Aktie rate ich Ihnen aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit ab. Wenn Sie sich für die Steinhoff-Aktie interessieren, sollten Sie warten, bis die Vorwürfe geklärt sind und gegebenenfalls dann einsteigen. Aktuell wäre mir ein Einstieg zu riskant.“

Somit hat Sie mein Rat, wenn Sie ihm gefolgt sind – davor bewahrt, viel Geld zu verlieren. Und ich kann meine Warnung heute nur wiederholen.

Auch wenn die Steinhoff-Aktie bei einigen Zockern derzeit sehr beliebt ist, gilt: Aktuell lässt sich der „faire“ Wert der Steinhoff-Aktie nicht berechnen, da völlig unklar ist, ob und wie stark die Gewinne und die ausgewiesenen Vermögenswerte manipuliert wurden. Deshalb sollten Sie weiterhin einen Bogen um die Aktie machen.

Aktuelle Video-Analyse von Steinhoff Investment:


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