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Steinhoff: Für die Anleger ist das doch blanker Hohn!

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Für viele gilt er als Hauptverantwortlicher des Steinhoff-Debakels. Jetzt soll Ex-CEO Markus Jooste zur Kasse gebeten werden – offenbar ganz zum Missfallen des Managers.

Hintergrund: Jooste war von 2000 bis 2017 Konzernchef des Möbelimperiums. Kurz nach Bekanntwerden der umfangreichen Bilanzfälschungen räumte der Manager seinen Posten. Noch im Dezember 2017 stürzte der Aktienkurs des Unternehmens daraufhin massiv ein – die Marktkapitalisierung verringerte sich binnen kürzester Zeit von knapp 12 Milliarden auf 300 Millionen Euro.

Jooste will nichts zurückzahlen

Der Konzern jedenfalls sieht die Schuld für diesen gigantischen Milliardenverlust bei Jooste selbst und fordert von dem ehemaligen CEO die Rückzahlung der seit 2009 ausbezahlten Gehälter, Leistungsprämien und sonstigen Boni in Höhe von etwa 52 Millionen Euro. Nach einem Bericht von Bloomberg hat sich der beschuldigte Manager jetzt selbst zu Wort gemeldet – und das Ansinnen seines ehemaligen Unternehmens scharf zurückgewiesen. Demnach sieht Jooste den Fehler aufseiten Steinhoffs.

In der Klage des Konzerns konstatierte Steinhoff, dass der Vergütungsausschuss die erbrachten Auszahlungen nicht empfohlen hätte, wenn er über den tatsächlichen Finanzstatus des Unternehmens informiert gewesen wäre. Steinhoff betonte auch, dass gute wirtschaftliche Ergebnisse die Voraussetzung für solche Boni-Zahlungen seien. Gegenüber Bloomberg bezeichnete Jooste jene Anschuldigungen jetzt als „unklar und peinlich“. Deshalb habe er dem Unternehmen vor Gericht eine Frist von zwei Wochen gesetzt, damit Steinhoff konkrete Vertragskonditionen zu seiner Anstellung vorbringen kann, um die Rückzahlungs-Aufforderung zu begründen.

Fadenscheinige Argumentation

Joostes Verteidiger erklärten auch, dass die Boni-Zahlungen nicht in Zusammenhang mit „hohem finanziellem Erfolg“ stünden und widersprechen damit deutlich der Argumentation des Konzerns. Damit nicht genug, müsse Steinhoff klarmachen, wie die Unregelmäßigkeiten in der Bilanz und „fiktive Deals“ dem Konzern finanziell geschadet haben sollen – denn eigentlich seien die Steinhoff-Anleger die Leidtragenden.

Ob Jooste damit seinen Hals aus der Schlinge befreien kann, bleibt zweifelsohne fraglich. Angesichts des Rückgangs der Marktkapitalisierung um bis dato 99 Prozent dürfte vielen Anlegern die Argumentation jedenfalls wie blanker Hohn vorkommen.

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