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Steinhoff: Ein weiterer Schlag ins Kontor der Bullen!

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Liebe Leser,

seit Mitte Januar befindet sich die Aktie des angeschlagenen Möbelhändlers Steinhoff in einem stabilen Abwärtstrend. Um aus diesem in höhere Kursregionen ausbrechen zu können, bedürfte es der Vorlage einer verlässlichen Bilanz und weiterer positiver Nachrichten aus dem Umfeld des Unternehmen.

Auf eine aussagekräftige Bilanz müssen die Anleger noch länger warten und auch die Nachrichtenlage könnte besser sein. In Amsterdam hat in dieser Woche ein Gericht entschieden, dass Steinhoff die Umsätze und Erträge seiner 50 %igen Tochter Pocco zu Unrecht zu 100 Prozent in den eigenen Bilanzen konsolidiert hat. Gegen dieses Vorgehen hatten die Om Handels GmbH und die MW Holdings GmbH des Europa-Geschäftspartners Andres Seifert geklagt. Sie halten neben Steinhoff die anderen 50  Prozent an Pocco.

Die Anleger quittierten die neuerliche Hiobsbotschaft am frühen Dienstagmorgen mit weiteren Kursabschlägen, die sich auch am Mittwoch fortsetzten. Diese fügen sich allerdings nahtlos in das insgesamt enttäuschende Bild ein, das die Steinhoff-Aktie aus charttechnischer Sicht nun schon seit Wochen bietet.

Vermeintlicher Ausbruch entpuppt sich als Fehlsignal

Der Ausbruch aus dem seit Ende Januar anhaltenden Abwärtstrendkanal will einfach nicht gelingen. In der vergangenen Woche konnte man am Donnerstag kurz nach Handelseröffnung kurzzeitig auf eine deutliche Verbesserung der charttechnischen Lage hoffen. Doch die Rallye wurde schnell wieder abgebrochen und der vermeintliche Ausbruch aus dem Abwärtstrend entpuppte sich als ein Fehlsignal. Schnell fiel die Aktie wieder in den Trend zurück und bewegte sich anschließend nur seitwärts.

Am Dienstag stand nach dem Urteil aus Amsterdam die zentrale Unterstützung zwischen 0,35 und 0,365 Euro erneut im Fokus der Anleger. Im Raum steht die Gefahr eines Durchbruchs nach unten. Sollte dieser erfolgen, sind weitere Abgaben bis zur nächsttieferen Unterstützung bei 0,32 Euro kaum zu vermeiden. Hält auch diese Zone nicht, droht ein Abverkauf bis auf das Dezembertief bei 0,248 Euro.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim


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