S&T: Exklusives Interview mit CEO Hannes Niederhauser

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Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen startet Finanztrends.info nun den direkten Dialog mit den Vorständen verschiedenster Unternehmen durch regelmäßige Interviews. Unser heutiger Interviewpartner ist der CEO von S&T, Hannes Niederhauser.

Herr Niederhauser hat uns einen tieferen Einblick in die aktuelle Unternehmenssituation ermöglicht. S&T ist einer der führenden Anbieter im Bereich IT-Leistungen und Lösungen in Zentral- und Osteuropa.

Herr Niederhauser, der Markt wird im Moment von Hilfsprogrammen überflutet. Erwarten Sie nachhaltige Änderungen bei den Finanzierungsbedingungen?

Herr Niederhauser: Es ist richtig, dass in den letzten Monaten eine Vielzahl von Hilfsprogrammen zur Stützung der Wirtschaft gestartet wurde. Zugriff auf diese Programme haben aber nur wenige Unternehmen. Bankkredite sind, meiner Einschätzung nach, aktuell sehr schwer zu bekommen, Akquisitionsfinanzierung derzeit unmöglich. Ich denke, sobald sich der Markt von Corona erholt hat, wird man sich wieder etwas mehr trauen und die Finanzierungsbedingungen werden auf gleichem Niveau wie vor der Krise liegen.

Eine These, die man sehr gut nachvollziehen kann. Was hat sich denn in Ihrem Unternehmen durch die Corona-Pandemie verändert?

Herr Niederhauser: In Q2 haben wir als Vorsichtsmaßnahme Kurzarbeit im Ausmaß von ca. 8 Prozent der Gesamtarbeitszeit genutzt. In Q3 wird dieser Anteil wieder auf 0 gefahren. Um Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu können, haben wir die Dividende für 2019 ausgesetzt. Wir planen diese Dividende nächstes Jahr – abhängig vom Geschäftsverlauf – nachzuholen. Evtl. zahlen wir in 2021 dann die doppelte Dividende aus.

Wie sehen hier die langfristigen Folgen aus?

Herr Niederhauser: Wir gehören zu den Gewinnern der Corona-Krise, denn unser Markt für IT-Produkte wächst stark. Wie Sie sich vorstellen können, hat die Nachfrage nach unseren Medizinprodukten in den letzten Monaten noch stärker zugenommen. Auch der Home-Office Bereich boomt. Viele Unternehmen ermöglichen Ihren Mitarbeitern, stärker denn je das Arbeiten von zu Hause aus. Dafür muss die nötige IT-Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. S&T ist hier der richtige Partner – ausgezeichnetes technisches Knowhow und langjährige Erfahrung zeichnen uns aus. Abhängig vom Tätigkeitsbereich arbeiten die Mitarbeiter der S&T Gruppe übrigens seit Jahren regelmäßig im Home-Office.

Interessant, dass die Homeoffice-Struktur bereits seit Jahren ein fest integrierter Teil Ihres Unternehmens ist. Gibt es noch weitere Punkte, in denen Sie sich von den Wettbewerbern der Branche unterscheiden?

Herr Niederhauser: Ein Pluspunkt ist definitiv unser hoher Cash-Bestand. Hier sind wir im Sektorenvergleich sehr weit vorne. Darüber hinaus profitieren wir von den günstigen Engineering-Kosten in Osteuropa. Des Weiteren sind wir Technologieführer im Bereich „Industrial IOT“. Als einen möglichen Nachteil kann man die höhere Steuerlast unseres Unternehmens betrachten. Dies liegt daran, dass wir im Standort Europa angesiedelt sind. Unser Technologiefokus kostet bekanntermaßen viel Geld.

Wo sehen Sie dadurch Ihr Unternehmen in 3 Jahren?

Herr Niederhauser: Unsere Unternehmerischen Ziele für 2023 haben wir in der Agenda 2023 festgehalten. Neben organischen und anorganischen Wachstumszielen wurde darin unsere Technologiestrategie festgelegt.  Darüber hinaus rechnen wir mit einem Umsatz von 2 Milliarden Euro bis 2023.

Welche Gewinnentwicklung erwarten Sie hier? Sind darüber hinaus weitere Partnerschaften geplant?

Herr Niederhauser: Wir rechnen mit einem EBITDA von 220 Millionen Euro und einem EPS von 175 Cent. Um auf die zweite Frage zurückzukommen: Wir nutzen unsere hohe Liquidität und den guten Cash-Flow für Übernahmen von strategisch interessanten und eventuell aufgrund von Corona ins Straucheln geratenen Unternehmen. An bestehenden Kooperationen und Partnerschaften werden wir weiter festhalten und diese weiterhin ausbauen, wo es uns sinnvoll erscheint.

Verstehe, eine interessante Strategie. Gibt es zum Abschluss einen Grund, warum Anleger sich dazu entscheiden sollten, in Ihr Unternehmen zu investieren?

Herr Niederhauser: S&T hat seit 10 Jahren nie eine Prognose verfehlt und ist verlässlich wie ein Uhrwerk – unser Geschäftsmodell ist krisenfest und langfristig in sehr attraktiven Märkten tätig.

Vielen Dank für das exklusive Interview Herr Niederhauser. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und vor allem einen weiterhin sicheren Weg durch die Krise.

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