RIB Software: Weitere Aufträge, aber Aktie weder Fisch noch Fleisch!

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Ich habe an dieser Stelle zuletzt mehrfach über die Aktie der RIB Software AG geschrieben. Zunächst positiv, weil das Unternehmen aus meiner Sicht eine wegweisende Kooperation mit dem US-Softwaregiganten Microsoft abschließen konnte. Dann aber negativ, weil das Management eine Kapitalerhöhung verpatzt und auch sonst nicht immer den besten Eindruck gemacht hat. Dies sieht man inzwischen auch sehr deutlich an der Entwicklung der Aktie.

Kritik an CEO Thomas Wolf

So habe ich an dieser Stelle beispielsweise auch mehrfach über die Kritik am Unternehmen durch den Blog „Finanzcowboys.de“ berichtet. Dieser Blogger hält RIB Software, salopp formuliert, für eine Luftnummer. So weit möchte ich definitiv (noch) nicht gehen. Aber dass der amtierende CEO der RIB Software, Herr Thomas Wolf, mit der Mühl Product & Service AG schon einmal ein Unternehmen in die Insolvenz führte, ist zumindest kritisch zu werten.

Vielleicht ist das aber eben auch unsere typisch deutsche Denkweise. Während wir eine Pleite in der Vergangenheit kritisch bewerten, finden Amerikaner das gar nicht so schlimm. Vielmehr geht man dort davon aus, dass jemand, der mal ein Unternehmen in die Insolvenz geführt hat, aus seinen Fehlern lernen und es beim zweiten Mal besser machen kann. Daher gilt in den USA in der Wirtschaft das Baseball-Prinzip „Three strikes, Out“. Erst wer drei Mal eine Pleite hingelegt hat, hat es auch dort dann sehr schwer.

Weiterer Auftrag zur Lieferung der iTWO-Technologie!

Auf jeden Fall ging es bei RIB Software zuletzt Schlag auf Schlag, was Aufträge zur Lieferung der iTWO-Technologie betrifft. So meldete die Gesellschaft erst gestern den Abschluss eines sogenannten Phase-II-Auftrags, wobei der Kunde ein großer Anlagenbauer aus Australien sein soll. Dies ist bereits der insgesamt 17. derartige Phase-II-Auftrag und jeder neue Vertrag ist natürlich positiv zu werten. Denn nur so wird die RIB Software die selbst gesteckten Umsatz- und Gewinnziele erfüllen können.

Und dies erscheint auch bitter nötig, denn mit einem KGV 2018e von knapp 60 ist die Aktie alles, aber kein Schnäppchen mehr. Ohnehin spiegelt sich im Chartbild die hohe Unsicherheit der Anleger bzgl. der Aktie wider. Denn zwar fiel der Titel zuletzt nie nachhaltig unter 18,00 Euro, womit ein Verkaufssignal generiert werden würde. Aber ein charttechnischer Ausbruch nach oben inkl. Generierung eines Kaufsignals hat bis dato leider ebenfalls noch nicht geklappt. Solange die Aktie daher zwischen 18,00 und 23,00 Euro pendelt, ist und bleibt sie eine Halteposition. Den Stoppkurs sollte man knapp unterhalb von 18,00 Euro setzen.

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