QSC Aktie: Vorläufige Zahlen?

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Bei QSC habe ich mir den 11.11. im Kalender notiert – als Rheinländer kann ich mir den Termin leicht merken. Dann will QSC die 9-Monats-Zahlen veröffentlichen. Ich weise darauf hin, dass ich bei QSC investiert bin. Den Termin finde ich insofern wichtig, als die Zahlen zum 3. Quartal das erste Mal Zahlen nach dem Verkauf der Tochter Plusnet (Telekommunikationsgeschäft) sind.

Interessanterweise hat QSC am Dienstag bereits vorläufige Zahlen für das 3. Quartal 2019 veröffentlicht. Hier der Blick auf die Eckdaten:

Demnach stieg der Umsatz im 3. Quartal auf 32,3 Mio. Euro. Die eigene Prognose von „rund 32“ Mio. Euro wurde damit getroffen. Die genannten 32,3 Mio. Euro entsprechen demnach übrigens einem Wachstum von 7% „Quartal zu Quartal“ (also gegenüber dem Vorquartal und nicht dem Vorjahresquartal).

Interessant ist wie in IR- bzw. PR-Meldungen üblich die Tatsache, dass die Erfolge natürlich nach vorne gestellt werden. So wird besonders auf den Geschäftsbereich „Cloud“ verwiesen. Der hat demnach die Standbeine „Cloud-Services und Internet of Things (IoT)“. Denn da ist der Umsatz laut QSC Quartal zu Quartal um 24% auf 10,2 Mio. Euro gestiegen.

Bei den Umsätzen des Segments „Outsourcing“ (7,0 Mio. Euro) und „Colocation“ (4,6 Mio. Euro) wurde hingegen keine prozentuale Veränderung genannt. Wenn das der Fall ist, dann ahne ich schon, dass es da also wahrscheinlich einen Rückgang gegeben hat. Lässt sich ja rausfinden – durch Blick in den Halbjahresbericht. Und in der Tat: Da steht ein Umsatz im Bereich „Outsourcing“ von 17,0 Mio. Euro. Da sind die Umsätze also regelrecht eingebrochen. Oder gab es da Umschichtungen innerhalb der Segmente? Das würden wir dann wohl erst am 11.11. erfahren.

Wer sich bereits seit längerer Zeit mit QSC beschäftigt, dem wird vielleicht das neue Segment „Colocation“ aufgefallen sein, das gab es zuvor in der Form nicht. Das ist der Rest des Segments „Telekommunikation“. Nach dem Verkauf der Telekommunikations-Tochter Plusnet ist dieses Segment ja „weg“ – bis auf das Colocation-Geschäft, das Teil davon war und nun selbständig aufgeführt wird. Es handelt sich dabei um das laut Angaben von QSC „stabile“ Geschäft „rund um Rechenzentrumsdienstleistungen“. Das sollte relativ gut planbare Umsätze bringen, die immerhin rund 14,2% der gesamten Umsätze in Q3 2019 ausgemacht haben.

Für das laufende 4. Quartal rechnet QSC mit „weiter steigenden Umsätzen“ und verweist auf neue Aufträge (Brunata Metrona Hürth, Techem). Ich finde den Ansatz von QSC (Digitalisierer für den Mittelstand) durchaus interessant und der Blick auf die Kundenliste fällt auch entsprechend aus, da finden sich neben den genannten Neuaufträgen auch Namen wie Fressnapf oder SportScheck und Fishbull.

Ich sehe die Lage bei QSC nach dem Verkauf der Telekommunikationstochter so: Es gibt jetzt vier Segmente bei QSC, bei denen eines schwächelt (Segment „Outsourcing“).

Zwei Segmente entwickeln sich mehr oder weniger stabil bis steigend, das sind der Bereich „Colocation“ mit den recht gut planbaren Umsätzen aus den Dienstleistungen mit Rechenzentren und dann der Bereich Consulting (im 3. Quartal +4% auf 10,5 Mio. Euro Umsatz).

Und richtig gut läuft es in Bezug auf die Umsatzentwicklung im Bereich „Cloud“. +24% alleine gegenüber dem Vorquartal, das finde ich ziemlich beeindruckend. Für weitergehende Erkenntnisse insbesondere im Hinblick auf die Profitabilität gilt es dann natürlich auf die geprüften und vollständigen Zahlen für das 3. Quartal zu warten – die es wie gesagt am 11.11. geben soll.

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wieviel Zeit kann man haben... Eigentlich schon beneidenswert
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Klarstellung
Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktie zu verkaufen oder zu kaufen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld - verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine.

Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de