ProSiebenSat.1 Aktie: Abgestraft!

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In Zeiten der Pandemie haben sich die Menschen vermehrt vor ihren Fernsehgeräten eingefunden. Dennoch sind es alles andere als goldene Zeiten für die TV-Sender – wie ProSiebenSat.1 am Freitag im Rahmen der Quartalsbilanz schmerzlich mitteilen musste.

Demnach war das lineare Fernseher in der Krise zwischen April und Ende Juni zwar wieder stärker gefragt. Dennoch musste der Konzern herbe Einbußen im Werbegeschäft einstecken. Viele Werbekunden mussten angesichts des Konjunktureinbruchs in Q2 sparen. Damit blieb auch weniger bei den TV-Sendern hängen. Allein im April und Mai seien die Werbeeinnahmen um etwa 40 Prozent eingebrochen, hatte ProSiebenSat.1 bereits Mitte Juni einräumen müssen. Belastet wurde der Konzern zudem durch verschobene Fernsehproduktionen, die wegen der Abstandsregelungen nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt durchführbar waren.

In der Folge krachte der Konzernumsatz in Q2 2020 gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel auf 709 Millionen Euro ein. Die Umsätze im Kernsegment Unterhaltung sowie im Produktionsgeschäft sanken um mehr als 30 Prozent. Lediglich die Tochter Nucom konnte in Q2 dank der Partnerbörse „Parship“ und der Online-Parfümerie „Flaconi“ ein 5-prozentiges Umsatzwachstum verzeichnen.

Verlust eingefahren: Konzernchef macht Hoffnung auf Besserung

Unter dem Strich belief sich der Verlust von ProSiebenSat.1 in Q2 auf 61 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte man noch 85 Millionen verdient. Das bereinigte EBITDA blieb immerhin positiv, gab aber ebenfalls massiv auf 23 Millionen Euro nach (Vorjahr: 213 Mio. €). Für das gesamte erste Halbjahr musste der Konzern einen 30 Millionen Euro schweren Fehlbetrag bilanzieren.

ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean gab sich jedenfalls alle Mühe, kräftig Hoffnung zu schüren. So seien die Erlöse aus dem Werbegeschäft im Juli nur noch 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs gewesen. Und auch im anlaufenden August werde es hier weitere Verbesserungen geben, prognostizierte Beaujean, der erst kürzlich das Ruder in Unterföhring übernommen hatte. „Weiterhin fokussieren wir uns auf unser konsequentes Kosten- und Cash-Management und blicken optimistischer auf den Herbst.“ Das Herbst-Quartal gilt für den Konzern traditionell als besonders ertragreich.

Unsicherheiten belasten: Aktie krachte ein

Eine Jahresprognose gab es angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten allerdings auch am Freitag nicht. An der Börse kam das Zahlenwerk und die ausbleibende Prognose freilich nicht gut – trotz der von Beaujean gestreuten Hoffnungssignale.

Die Aktie verzeichnete am frühen Freitagnachmittag ein heftiges Minus von 13,12 Prozent auf 8,36 Euro (Stand: 14:15 Uhr). Durch den Kurseinbruch vom Freitag rückte das Vor-Krisen-Niveau abermals in noch weitere Ferne. Seit Jahresbeginn hat die Aktie gut 40 Prozent ihres Werts eingebüßt.

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Nagartier  Funatic 07. Aug
" Ich finde wirklich viele Deiner Beiträge interessant, aber Häme geht gar nicht! " Es geht hier
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Mal sehen ob heute noch eine Ad-Hoc von Black Rock kommt. Es wäre an der Zeit das sie wieder unter
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da hast Du natürlich recht er könnte sich irren - das Glas ist immer halb voll, aber bei Pro7Sat1 fä
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