Öl: Wird sich Russland an den Opec-Deal halten?

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Liebe Leser,

nach der Preiskorrektur der letzten Woche und dem rapiden Anstieg der US-Produktion wäre es an der Zeit, die Politik der Opec noch einmal zu überdenken. Die USA stehen mit Russland und Saudi-Arabien fast Kopf an Kopf, was die Produktion von Rohöl betrifft.

Opec bewertet Situation anders

Das Erstarken der US-Ölindustrie ist eine große Gefahr für die Opec und die unfreiwillig von ihrer Politik betroffenen Firmen wie Gazprom, Lukoil und Rosneft. Auch wenn Gazprom und Rosneft mehrheitlich staatlich kontrolliert werden, im Umfeld gesunkener Preise werden die Stimmen über eine Ausweitung der Produktion irgendwann wieder lauter werden. Bisher sind die Pläne der Opec und ihrer Partner aufgegangen, die Produktion überschritt nicht die Schwelle von 32,5 Millionen bpd.

Geht alles auf Kooperation zurück?

Die Ergebnisse sehen im ersten Moment gut aus. Bei den Zahlen muss man auf jeden Fall die Produktionsausfälle Venezuelas berücksichtigen. Diese belaufen sich im letzten Jahr auf 650.000 bpd. Die nächste Frage ist die, wer langfristig von der Deckelung und den damit verbundenen steigenden Preisen profitiert. Die Tendenz geht eher in Richtung US-Schieferindustrie als Richtung Opec. Die Produktion im vergangen Jahr nahm um fast 1.000.000 bpd zu. Weitere Produktionssteigerungen üben zusätzlichen Druck auf die Preise aus.

Wie lange halten sich die russischen Firmen noch zurück?

Vladimir Putin mag zwar die Politik des Landes bestimmen, jedoch ist fraglich, inwieweit er die Konzerne gegen ihren Willen eine Politik aufzwingen kann. Es bleibt also abzuwarten, ob Putin seinem Versprechen nachkommen kann, den Markt nicht mit Öl zu fluten, oder ob die Aktionäre und Unternehmen am Ende das letzte Wort haben.

Ein Beitrag von Benjamin Fitzgerald


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