Öl: Trotz Preissturz mehr Bohrtürme!

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Liebe Leser,

der Ölpreis verzeichnete im Laufe der letzten Tage den stärksten Preissturz seit 2016. Das ist schlimm genug für die Industrie, doch ein Trend, der den Preisverfall verstärken kann, ist ungebrochen.

Baker Hughes berichtet von Anstieg der Anzahl an Bohrtürmen

Der wöchentliche Bericht der Firma Baker Hughes gibt Auskunft über die Anzahl der Bohrtürme in den USA und war somit immer eine verlässliche Kennziffer über die Bohraktivität auf dem US-Markt. Diese Woche stieg die Anzahl der Türme um 29 auf eine Gesamtzahl von 975, 26 davon für die Förderung von Öl. Somit sind momentan 791 Türme im Betrieb, im Gegensatz zu 591 im Vorjahreszeitraum.

WTI erstmals wieder unter 60 Dollar

Im Vergleich zur Vorwoche ist der Preis für WTI um fast 5 Dollar gefallen, unterschritt sogar erstmals wieder die Marke von 60 Dollar. Brent erging es ähnlich. Auch hier waren Verluste von bis zu 9% zum Jahresbeginn zu verzeichnen. Das geht unter anderem auf die gesteigerte US Produktion zurück. So waren es letzte Woche 10,25 Millionen Barrel. In der vorherigen Woche wurden noch 9,9 Millionen Barrel produziert.

Gewichtung des rig count verlagert sich

Stimmen wurden laut, der rig count sei in den letzten Jahren nicht mehr so zuverlässig wie früher. So wurden Produktionssteigerungen verzeichnet, obwohl die Anzahl der Türme nicht oder nur in geringen Ausmaß stieg. Das geht aber vor allem auf den technischen Fortschritt zurück. Ein Bohrturm fördert, zumindest was die sweet spots betrifft, weitaus mehr Öl und Gas. Daher ist der Anstieg um 29 Türme umso besorgniserregender, verdeutlicht er doch die massive Ausweitung der Bohraktivität.

Aussicht drückt die Preise

Die von der EIA veröffentlichten Prognosen eines Produktionsausbaus auf 11 Millionen zum Ende 2019 wurden nun zusätzlich korrigiert. Der neue Zeitraum für das Produktionsvolumen liegt nun um das Ende 2018. Das wird zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben.




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