Öl: Saudi-Arabien verknappt Angebot!

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Saudi Arabien kündigte am Dienstagmorgen drastische Schritte an. Das sunnitische Königreich will die Erdölförderung ab Dezember massiv drosseln. So soll dem seit Anfang Oktober eingesetzten Preisverfall Einhalt geboten werden.

Verlängerung der Opec Politik

Eine ganze Zeit lang hat die Opec mit ihrer Förderdrosselung den Preis getrieben. Im Jahr 2018 kamen weitere Preistreiber hinzu. Vor allem die Drohung US-amerikanischer Sanktionen gegen den Iran trieben den Preis bis Anfang Oktober auf über 85 Dollar pro Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent. Doch seit ein paar Wochen fällt der Preis und verlor seitdem gut 20%. Am Dienstag fiel der Preis sogar unter die Marke von 70 Dollar, erstmals seit April, und erreichte seinen Tiefststand bei 68,152 Dollar.

Hauptgrund hierfür sind die weniger scharf ausfallenden Sanktionen gegen den Iran. Die USA setzten zwar einseitig wieder Sanktionen in Kraft und drohten bei Verstoß mit einem Ausschluss vom US-Finanzmarkt, doch gibt es Ausnahmen. So dürfen Indien, China, die Türkei, Südkorea, Japan, Griechenland, Italien und Taiwan vorübergehend weiter iranisches Öl importieren. Im Vorfeld kündigten die USA jedoch keine Ausnahmen an, was sich auch in stark angestiegenen Preisen widerspiegelte. Marktexperten schätzten eine Verknappung des Angebots durch den Ausfall iranischen Öls zwischen 1-2,5 Millionen Barrel pro Tag.
Saudi-Arabien will nun ab Dezember die Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag senken und so dem höheren Angebot entgegenwirken. Aktuell fördert Saudi-Arabien ungefähr 10,7 Millionen Barrel pro Tag und ist somit der größte Produzent der Welt. Die Drosselung entspricht einer Verknappung des saudischen Angebots um ca. 5%. Trotzdem fiel der Preis weiter und die Wirkung der saudischen Drohung verpuffte.

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