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Öl: Sanktionen ohne Wirkung auf Ölpreis!

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US-Präsident Trump hat lange auf diesem Moment gewartet. Am Montag setzten die USA Sanktionen in Kraft, die seit 2015 ausgesetzt waren. Diese richten sich vor allem gegen den Energie- und Bankensektor und haben eine Schwächung der iranischen Wirtschaft zum Ziel.

Ein Drittel durch Einnahmen aus Öl-Exporten

Der iranische Staatshaushalt ist auf die Einnahmen aus dem Ölexport angewiesen. Ein Drittel der Wirtschaftsleistung wird aus dem Verkauf des iranischen Öls gewonnen. Das Ziel der US-Regierung ist, den Iran dazu zu zwingen, sein Atomprogramm, wie auch das Programm für ballistische Raketen, aufzugeben und so den Atomvertrag aus US-Sicht nachzubessern. Die anderen Vertragspartner halten weiterhin an dem Atomdeal von 2015 fest. Im Vorfeld der Sanktionen befürchteten viele Experten einen Anstieg des Ölpreises, Saudi-Arabiens Energieminister sprach sogar von einem Preis jenseits der 100 Dollar je Barrel.

Doch der Markt reagiert nicht auf die Sanktionen. Ganz im Gegenteil fiel der Ölpreis seit seinem letzten Höchsstand Ende Oktober fast durchgehend und notiert aktuell bei 71,60 USD je Barrel. Seit gestern ging der Preis um 2,15% zurück. Das liegt daran, dass die Wiederaufnahme der Sanktionen lange bekannt ist somit bereits eingepreist. Gegen Ende des Jahres könnte es allerdings Engpässe geben.

Zwar sind einige Länder als Abnehmer von Sanktionen ausgenommen, Indien, China, Taiwan, Südkorea, Japan, die Türkei, Griechenland und Italien, doch insgesamt wird der Iran nach Schätzungen wohl zwischen 1 und 2,5 Millionen Barrel weniger verkaufen, bei einem weltweiten täglichen Konsum von bald 100 Millionen Barrel pro Tag, die dann größtenteils von Russland und Saudi-Arabien ausgeglichen werden müssen.

Die USA können auf Grund des infrastrukturell bedingten Flaschenhalses im permianischen Becken die Kapazitäten nicht so schnell hochfahren wie die beiden größten Förderer. Russische Ölförderer könnten so durch die Sanktionen zum großen Profiteur der Sanktionen werden.

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respektive am darauffolgenden Mittwoch. Die EIA erwartet starken Lageraufbau fürs Öl. Interessant wi
zu deiner Frage @oldmissouri, ob Fracker bei 42 noch was verdienen ist so erst mal irrelevant. Grun



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