Öl: Hat die Industrie aus der Geschichte gelernt?

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Liebe Leser,

wiederholt sich die Geschichte schon nach so kurzer Zeit? 2014 wuchs die Förderung in der US-Schieferölbranche so schnell, dass es zum Crash kam. Die Förderung scheint nun wieder unaufhaltsam zu expandieren.

Wie passt das ins Umfeld des Weltmarkts?

Die globale Nachfrage nach Öl soll dieses Jahr nicht so schnell wachsen wie das Angebot. Eine gefährliche Situation für die Ölkonzerne. Die Preiskorrektur vergangener Woche war ein erstes Signal. Zwar waren das Rekordniveau an Futures und der Ausverkauf am Aktienmarkt auch Faktoren, die den Ölpreis fallen ließen, ausschlaggebender aber war nach 12 Wochen die erstmalige Zunahme der US-Lagerbestände für Rohöl über 1,9 Millionen Barrel, dem Äquivalent der Ladung eines größeren Öltankers.

Die Lagerbestände sind näher an der Zielmarke der Opec

Die Opec hat die Drosselung beschränkt, um die Lagerbestände wieder auf das Fünf-Jahres-Niveau zu bringen. Lagen die Bestände letztes Jahr noch 264 Millionen Barrel über dem Wert, so liegen sie momentan ungefähr 52 Millionen Barrel darüber. Die Lagerbestände für Diesel und andere raffinierte Produkte sind allerdings schon unter den Fünf-Jahres-Durchschnitt gefallen.

Die Gefahr besteht trotz gesunkener Lagerebstände

In einer Periode von September bis November verbuchte der US-Markt eine Zunahme von 846.000 bpd bei der Förderung von Schieferöl. Letzte Woche erst verkündetet die EIA, dass die USA die Grenze von 11 Millionen Barrel pro Tag schon 2018, anstatt wie in ihrem vorherigen Bericht 2019, erreichen werden. Somit würden die USA schon Ende 2018 Saudi-Arabien und Russland in Bezug auf die Gesamtproduktion überholen. Somit könnten die Zuwächse der USA alleine den weltweiten Mehrbedarf decken. Daher wäre es bei diesem Raten umso wichtiger, dass die Opec ihre Mitglieder und Partner dazu bringt, sich an die Produktionsdrosselung zu halten.

Es bestehen aber auch Chancen

Die geringere Nachfrage nach Öl ist nicht in Stein gemeißelt. Sollte sie doch höher ausfallen, könnte dies die Situation entlasten. Zusätzlich wird sich die Situation in Venezuela voraussichtlich nicht verbessern und die Produktionsraten werden weiter rückläufig sein. Manche Analysten gehen sogar von einem kompletten Produktionsstopp aus. Das würde das Angebot weiter verknappen und so die Situation im globalen Maßstab etwas entschärfen.




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