Öl: Die Blase ist geplatzt – was nun?

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Liebe Leser,

einige Analysten sagten schon seit längerem, dass der rapide Anstieg des Ölpreises nicht nachhaltig sei und zu einem nicht unwesentlichen Teil eben nicht nur von Angebot und Nachfrage, sondern auch durch Spekulationen getrieben wurde.

Wetten auf steigenden Preise auf zu hohem Niveau

Anfang des Jahres gab es so viele Wetten auf weiter steigende Preise, dass die schiere Anzahl schon als Indikator für eine baldige Korrektur hätte herhalten müssen. Doch das Rekordniveau machte anscheinend nicht alle stutzig. Nun gaben die Preise stellenweise 9% innerhalb von zwei Tagen nach. Eine nötige Korrektur.

Wie kam es zu dem Preisrutsch?

Der Preis begann nicht gleichzeitig mit der Talfahrt der Börsen, jedoch war absehbar, dass dieser Effekt eintritt. Wenn auch nicht in dem Maße. Verstärkt wurde der Abwärtstrend durch die Ankündigung der EIA, dass die USA die psychologische Grenze von 10 Millionen bpd bei der Produktion von Rohöl das zweite Mal seit November überschritten hatten. So früh hatten viele nicht damit gerechnet.

Enttäuschende Ergebnisse und Konkurrenz für die USA

Auch die vorausgegangen Ergebnisse des letzten Quartals 2017 einiger Ölmultis enttäuschen Anleger. Das war zwar nur ein Teil der Branche, die Signale werden auf dem Ölmarkt aber panischer wahrgenommen, schlagen somit auch mehr ins Gewicht. Dass der Iran behauptet, er sei in der Lage, nach dem Ende der Opec-Förderquoten die Produktion innerhalb von 5-6 Tagen um 100.000 bpd hochzufahren, nährt die Angst vor einem Überangebot weiter. Im gleichen Atemzug sagte der iranische Energieminister, er sehe „keine Gründe für eine Verlängerung der Produktionsquoten über Juni oder Juli hinaus.“

Es bleibt die Frage, wie viele der Long Positionen jetzt in der Hoffnung auf wieder steigende Preise gehalten werden. Die Korrektur zeigt einmal mehr, wie kurzfristig das Gedächtnis mancher Akteure am Ölmarkt funktioniert.

Ein Beitrag von Benjamin Fitzgerald


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