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Novartis: Pharmagigant mit Milliarden-Deal im Krebsgeschäft

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Liebe Leser,

auf der Suche nach neuartigen Medikamenten setzt der Schweizer Pharmagigant Novartis immer wieder auf Zukäufe. Firmenboss Vasant Narasimhan, der seit Februar Novartis leitet, richtet den Konzern im Eiltempo neu aus. Er setzt auf spezialisierte, auf Patienten abgestimmte Arzneien und neue Ansätze wie etwa die Gentherapie. Gerade gab der Baseler Konzern eine 2,1 Milliarden Dollar schwere Offerte für den Krebsspezialisten Endocyte ab.

Beide Aktien reagierten positiv auf die Deal-Meldung. Während die Papiere von Endocyte um 50% knapp in die Nähe des Übernahmeangebots kletterte, stieg auch die Novartis-Aktie weiter an. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Schweizer Pharmakonzerns damit um 2,5% erhöht und sich damit deutlich besser entwickelt als der breite Schweizer Aktienmarkt (-5%).

50% Aufschlag

Bei dem Objekt der Begierde handelt es sich um ein biopharmazeutisches Unternehmen aus den USA. Bislang macht Endocyte so gut wie keinen Umsatz und erzielte im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 55 Millionen Dollar. Warum zahlt Novartis dennoch 2,1 Milliarden Dollar für den Konzern? Bei einem Kaufpreis von 24 Dollar je Endocyte-Aktie liegt der Aufschlag auf den Schlusskurs vor der Übernahme bei immerhin 50%.

Medikament mit Blockbusterpotenzial

Der Grund liegt vor allem im dem Wirkstoff 177Lu-PSMA-617, den Endocyte selbst erst vor gut einem Jahr von der sächsischen Firma ABX GmbH exklusiv einlizensiert hat. Die in Radeberg bei Dresden ansässige Firma hat den Kandidaten bis zum Verkauf in Härtefallprogrammen und prospektiven klinischen Studien untersucht. Der Wirkstoff könnte vor allem Prostatakrebs gezielt bekämpfen. Firmenboss Vasant Narasimhan traut dem Wirkstoff einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar zu. Der Markteintritt mit dem Medikament ist im Jahr 2021 geplant.

Novartis schraubt Jahresprognose nach oben

Unterdessen legten die Baseler gerade ihre Ergebnisse für das abgelaufene dritte Quartal offen. Die Nettoverkaufserlöse erhöhten sich im Jahresvergleich um 3% auf 12,8 Milliarden Dollar. Der Löwenanteil der Zuwächse entfiel auf die Sparte Innovative Medicines, die ihre Erlöse um 6% auf 8,6 Milliarden Dollar steigerte.

Sie profitierte von einer steigenden Nachfrage nach den beiden neuen Medikamenten Cosentyx und Entresto. Bei Cosentyx gegen Schuppenflechte zogen die Erlöse auf 750 Millionen Dollar an (+37%), bei dem Herzpräparat Entresto verdoppelten sich der Absatz sogar auf 271 Millionen Dollar.

Bremsspuren gab es hingegen bei der Generikasparte Sandoz. Dort machte sich erneut der anhaltende Preisdruck negativ bemerkbar und der Umsatz schmolz um 6% auf 2,4 Milliarden Dollar zusammen.

Gewinn knickt um 22% ein

Beim Nettogewinn musste Novartis einen kräftigen Rücksetzer um 22% verkraften. Unter dem Strich verdiente Novartis 1,62 Milliarden Dollar, was einer Gewinnspanne von 12,6% entspricht. Dies ist vor allem auf den Wegfall des Gewinnbeitrags eines ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens mit GlaxoSmithkline zurückzuführen. Sie müssen wissen: Novartis hat sich im Frühling aus dem Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten zurückgezogen und seinen Anteil an den britischen Partner verkauft.

Prognose leicht angehoben

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der Baseler Pharmariese weiter zuversichtlich und schraubt seine Prognose sogar leicht nach oben. Die Verkaufserlöse sollen sich um einen mittleren Prozentbetrag verbessern (ohne Währungseffekt). Für Sie zum Vergleich: Bislang peilte der Konzern „nur“ einen niedrigen bis mittleren Anstieg an. Beim bereinigten operativen Ergebnis hält Firmenboss Narasimhan an seinem Ziel fest: Unter dem Strich soll ein Zuwachs im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erzielt werden.

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OGfox  medizin 27. Mai
läuft nicht nur unter traump, sondern wenn man den richtigen anlagehorizont hatte schon seit jahren.
...das mit der Verschuldung sehe ich ebenso. Auch Alcon hat ja Betriebsverlust von 48 Millionen Doll
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