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Nordex: Ein echter Wettbewerbsvorteil?

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Liebe Leser,

Regionen mit vergleichsweise schwächeren Windverhältnissen werden für den Windkraftkonzern Nordex immer wichtiger: So wurde bereits Anfang Februar bei der Präsentation zur Marktsituation in Deutschland bekannt, dass der Konzern derzeit etwa 40 Prozent seiner in Deutschland errichteten Turbinen in den vier süddeutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg sowie Bayern aufstellt. Diese gelten allesamt als Regionen mit verhältnismäßig niedrigen Windgeschwindigkeiten. Turbinen der Modellreihe N131/3300 könnten einen echten Wettbewerbsvorteil für Nordex bedeuten, wie nun das Feedback aus dem Praxisbetrieb zeigt.

Binnenanlage in Rheinland-Pfalz erfüllt die Erwartungen

Denn wie Nordex kürzlich mitteilte, zahlt sich jene Fokussierung nun mehr und mehr aus. So konnte die Binnenanlage (Modell: N131/3300) am Standort „Hausbay-Bickenbach“ in Rheinland-Pfalz „trotz eines zurückliegenden windschwachen Jahres und der planmäßigen vermessungsbedingten geringeren durchgängigen Anlagenverfügbarkeit“ in den letzten 12 Monaten über neun GWh Strom produzieren, so das Unternehmen. Die Anlage des Typs N131/3300 in Hausbay wird vom Familienunternehmen Kreuzberger & Spengler (kurz: K&S) betrieben.

Besonders wichtig für Nordex: Mit der nun veröffentlichten Leistungsbilanz entspricht man den im Vorfeld durchgeführten Energieprognosen.

Riesige Windkrafträder für windschwächere Regionen

Aufgrund der enormen Gesamtbauhöhe von circa 230 Metern könne die leistungsstarke Turbine die „ertragreicheren, turbulenzfreieren Luftschichten“ nutzen, und somit die jährliche Energieproduktion spürbar verbessern, so Nordex zuversichtlich weiter. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die riesigen Rotorflächen, die sich ebenfalls in windärmeren Regionen auszahlen.

Das Anlagenmodell der Reihe N131/3300, welches auf niedrige Windgeschwindigkeiten ausgelegt ist, soll neben einer gesteigerten Effizienz vor allem auch eine Verminderung der Geräuschbelästigungen auf einen Schallwert von 104,1 dB(A) bewirken.

Weitere Nordex-Turbinen in Aussicht

Ulrich Kreuzberger, Geschäftsführer des oben erwähnten Anlagenbetreibers K&S, gab sich mit der „Performance und Zuverlässigkeit der Anlage sehr zufrieden“, und stellte in Aussicht: „Aktuell erweitern wir den Windpark Hausbay-Bickenbach um zwei weitere N131/3300 mit 164 Meter Nabenhöhe.“

Nordex will Vertrauen zurückgewinnen

Nachdem Nordex im Februar mit der Veröffentlichung einer gekürzten Prognose die Börsenwelt in Schockstarre versetzte, setzte das Unternehmen in den letzten Monaten alles daran, die eigene Glaubwürdigkeit wieder aufzufrischen. Die nun bekanntgegebene Mitteilung reiht sich in jene öffentlichkeitswirksame Vertrauensoffensive ein, und könnte meiner Meinung nach einen wichtigen Schritt zur dringend benötigten Rehabilitation darstellen.

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