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Weltweit größter Hedgefonds wettet gegen deutsche Blue Chips! Allianz, Siemens, und Adidas sowie BASF und Bayer betroffen

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Lieber Leser,

wie in der vergangenen Woche bekannt geworden, hat der größte Hedgefonds der Welt, Bridgewater Associates, kürzlich seine Short-Engagements auf die großen DAX-Werte verdoppelt. Betroffen sind unter anderen die Aktien der Allianz, Adidas, BASF, Bayer, E.ON, Münchner Rück, Daimler, Deutsche Bank, SAP, Deutsche Post, Deutsche Telekom und Fresenius SE & Co.KGaA. Die einzelnen Positionen notieren in einem dreistelligen Millionen-Bereich, was die Gesamtposition auf über mehrere Milliarden US-Dollar in der Summe anwachsen lässt. Diese Short-Positionen dürften einige der Aktien in der vergangenen Woche belastet haben, so z.B. die der Allianz oder Siemens. Die Allianz-Aktie brach aus dem sekundären Aufwärtstrend nach unten aus und verlor auf Wochenbasis in der Spitze mehr als 8 % an Wert, siehe Chart auf Wochenkerzenbasis unten.

Gesamte Short-Position vervierfacht

Insgesamt wettet, wie Bloomberg zeitgleich in der vergangenen Woche berichtete, Bridgewater gegen europäische Werte. Laut Bloomberg sollen sich seine Short-Positionen gemäß den letzten SEC-Fillings auf über 13,1 Mrd. US-Dollar beziffern. Dabei lagen diese am 1. Februar noch bei 3,2 Mrd. US-Dollar. Der Hedgefonds hat somit seine Short-Positionen innerhalb einer Woche mehr als vervierfacht. Die größte Short-Position richtet sich gegen den Öl-Produzenten Total SA, die ein Volumen von 1. Mrd. US-Dollar umfasst. Das Ganze kommt umso überraschender, weil Ray Dalio sich kürzlich noch recht entspannt zu der Lage am Aktienmarkt gegeben hatte. Auch die kürzlich stattgefundenen Verwerfungen, insbesondere am US-Markt, hält er für kurzfristige Korrekturen.

Ein Beitrag von David Iusow