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Steinhoff: Viele Fragezeichen!

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Liebe Leser,

wer gedacht hatte, dass es nach dem Termin in London am 19.12. bei der Steinhoff International Holdings (kurz „Steinhoff“) Klarheit geben würde, was Bilanzierungs-Unregelmäßigkeiten und Finanzierungsbedarf betrifft, der sah sich getäuscht. Der Termin mit Bankern und Gläubigern fand statt – aber Steinhoff hatte nicht, wie es vielleicht einige gehofft hatten, vor dem Termin die neuen Geschäftszahlen veröffentlicht. Und auch nach dem Termin kamen keine klaren Angaben dazu, was mit Banken und Gläubigern eigentlich verhandelt worden war. Was kam, waren diverse Personalien in Bezug auf die neue Führungsspitze bei Steinhoff. Da heißt es natürlich erstmal abwarten, ob der neue CEO Daniel Maree van der Merwe für Transparenz sorgen wird und den Skandal beilegen kann – oder eben nicht.

Steinhoff: Kurs weiter im Rückwärtsgang

Was es gab, war eine neue Unternehmenspräsentation – von eben dem 19.12. Die war aber auch nicht unbedingt besonders konkret. So hieß es da z.B., dass die Governance des Unternehmens – also die verantwortungsbewusste Unternehmensführung – einen Reset erfahren soll („resetting“). Als Maßnahme dafür wird die neue Vorsitzende des Boards genannt und die Einführung eines Unterkomitees von unabhängigen Personen. Wie effektiv das sein wird, wird sich erst zeigen müssen, offensichtlich war das aber kein Schritt, der das Vertrauen der Anleger wiederherstellen konnte.

Ein Beitrag von Peter Niedermeyer

Aufgewachsen in Niederbayern, war Peter Niedermeyer schon früh von der Börse fasziniert. Und dies hatte einen Grund. Sein Vater, Günther Niedermeyer war ein durchaus erfolgreicher Investor und hat seinem Sohn das Börsen-Geschick sprichwörtlich in die Wiege gelegt...