Schlusskurs vom 17.01.18:    0,46EUR  +15,25%  +0,06€

Steinhoff: Verdirbt die EZB den Käufern das Spiel?

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Liebe Leser,

auch im neuen Jahr steht die Steinhoff-Aktie wie keine andere im Fokus der Anleger. Das angeschlagene Möbelhaus konnten in den ersten Handelstagen des neuen Jahres weiter ansteigen und Kursgewinne von annähernd 100 Prozent für sich verbuchen. Wer zum Ende des alten Jahres bei Kursen um 32 Cent mutig gekauft hatte, lag mit seinem Investment am 5. Januar zwischenzeitlich um fast 100 Prozent vorn.

Anschließend gaben die Kurse jedoch wieder nach. An diesem Montag etwas schneller, was sicher auch an der Europäischen Zentralbank lag, die mitteilte, dass sie die von ihr gehaltenen Anleihen des Unternehmen wieder abgestoßen hat.

Diese Nachricht verunsicherte die Anleger extrem. Der Steinhoff-Kurs fiel zeitweise bis auf ein Tief bei 0,43 Euro zurück. Das maximale Intraday-Minus von fast 30 Prozent reduzierte sich bis zum Ende des Handels zwar auf nur noch zehn Prozent, da die Steinhoff-Aktie mit einem Schlusskurs von 0,534 Euro aus dem Handel ging, doch auch die größten Optimisten werden anerkennen müssen, dass an diesem Tage einiges an Vertrauens-Porzellan zu Bruch ging.

Übergeordnet hat der steile Kursanstieg der letzten beiden Wochen das Bild aus charttechnischer Sicht nicht grundlegend verändern können. Die Steinhoff-Aktie befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend. Dessen Tief wurde vor Weihnachten bei 0,248 Euro markiert. Auch wenn sich der Aktienkurs ausgehend von dort fast verdreifachte, stellt diese steile Aufwärtsbewegung dennoch nichts anderes dar als eine Erholung in einem negativen Marktumfeld.

Auch die Banken dürften aufgeschreckt worden sein?

Vor diesem Hintergrund wird sich gewiss der eine oder andere Anleger die Frage stellen, ob die Nachricht der EZB geeignet ist, die Aktie endgültig über die Klippe zu stoßen, denn es werden sicher nicht nur die Trader diese Nachricht mit Interesse zur Kenntnis nehmen, sondern auch die mit Steinhoff über frisches Geld verhandelnden Banken.

Der erste Schock scheint inzwischen verdaut zu sein. Trotzdem schwebt über der Aktie das Damoklesschwert eines erneuten Kursverfalls. Dieser würde prozyklisch bestätigt werden, sollte der Kurs in den nächsten Tagen wieder unter 0,40 Euro zurückfallen und damit der kurzfristige Aufwärtstrend gebrochen werden.

In diesem Fall drohen der Steinhoff-Aktie im Januar weitere Kursverluste auf 0,30 Euro. Sollte diese Marke nicht halten, sind sogar neue Tiefs unterhalb von 0,248 Euro vorstellbar. Umso wichtiger ist es, dass die Bullen den Unterstützungsbereich um 0,40 Euro halten. Gelingt dies, könnte es zu einer Erholungsausdehnung in Richtung 0,84 Euro kommen.

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Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist erfolgreicher Autor und ein bekannter Finanzjournalist. Sie wollen Unterhaltung und Information rund um das spannende Thema Börse...