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Steinhoff: Liquidität benötigt!

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Liebe Leser,

bei Steinhoff International Holdings (kurz „Steinhoff“) kann es jederzeit zu einem Paukenschlag kommen. Allerdings ist vorab unklar, ob dieser positiver oder negativer Natur sein würde. Denn Steinhoff selbst hat zuletzt zwei Dinge klargestellt: Man benötige kurzfristig Liquidität – und man stehe weiterhin in Gesprächen mit Gläubigern und Banken (diese Gespräche begannen demnach am 19. Dezember in London und werden seitdem fortgeführt, so Steinhoff). Damit sind nun mehrere Szenarien denkbar. Die zwei extremen Szenarien lauten wahrscheinlich:

Steinhoff: Was könnte hier passieren? Ein Gedankenspiel

Erstens – Steinhoff schafft es nicht, sich zusätzliche Liquidität zu sichern, da die Gläubiger und Banken abwinken. Dann könnten größere Verkäufe von Beteiligungen notwendig sein (zu welchem Preis, wäre die Frage) – oder wer weiß, vielleicht wäre Steinhoff dann sogar insolvent, da laufende Rechnungen nicht beglichen werden können. Zweitens – Steinhoff sichert sich frische Mittel, da Gläubiger/Geldgeber dies zusagen. Die frische Liquidität könnte die Krise überbrücken und wenn dann noch die bereits überfälligen Geschäftszahlen ohne massive negative Überraschungen veröffentlicht werden, könnte es mit dem Aktienkurs wieder aufwärts gehen. Doch derzeit ist völlig offen, was passieren wird! Mal sehen, ob die nächsten Handelstage Neuigkeiten bringen.

Ein Beitrag von Peter Niedermeyer

Aufgewachsen in Niederbayern, war Peter Niedermeyer schon früh von der Börse fasziniert. Und dies hatte einen Grund. Sein Vater, Günther Niedermeyer war ein durchaus erfolgreicher Investor und hat seinem Sohn das Börsen-Geschick sprichwörtlich in die Wiege gelegt...