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Steinhoff: Aufschlussreiche Änderung!

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Liebe Leser,

ist das jetzt zum Weinen oder zum Lachen? Bei der Steinhoff International Holdings (kurz „Steinhoff“) gab es eine aufschlussreiche Änderung im Hinblick auf die Tagesordnungspunkte der für den 20. April angesetzten Hauptversammlung. Und zwar zum Punkt Honorar bzw. Bezüge für die Mitglieder des Supervisory Boards bis zur Hauptversammlung 2019 und dann auch noch in Bezug auf Einmalzahlungen für diese Mitglieder für den Zeitraum bis zur 2018er Hauptversammlung (eben voraussichtlich am 20.4.). Es sollte laut ursprünglicher Planung auch drittens um die Bezüge dieser Mitglieder für zusätzliche Meetings des Supervisory Boards für den Zeitraum zwischen den Hauptversammlungen 2018 und 2019 gehen.

Steinhoff: Nicht voll kommuniziert worden? 

Soweit die Planung. Nun teilte Steinhoff mit, dass nach der Interaktion des Unternehmens mit bestimmten Aktionären die Gründe für die vorgeschlagenen Einmalzahlungen sowie die Bezüge für die zusätzlichen Meetings nicht voll kommuniziert worden seien, wie es sinngemäß von Steinhoff hieß („not been fully communicated“). Nun soll über diese zusätzlichen Zahlungen nicht auf der kommenden Hauptversammlung abgestimmt werden. Stattdessen sollen die Aktionäre lediglich die normalen “Aufwandsentschädigungen” der Aufsichtsratsmitglieder absegnen, die derzeit nicht in der Kritik stehen.

Und was passiert jetzt mit den Zahlungen wegen erhöhten Aufwands? Das Unternehmen argumentiert nämlich, dass dieser Einsatz einiger Aufsichtsratsmitglied weit über das hinausgegangen sei, was man von ihnen habe erwarten könne, und in dieser Krisensituation essentiell für den Konzern gewesen sei. Und gute Fachkräfte könne man eben nur mit entsprechender Vergütung zur Arbeit “überreden”. Wie in dieser Angelegenheit weiter verfahren wird, darüber schweigt sich die Mitteilung aus. Möglicherweise wird das Thema ja noch von Aktionärsseite auf der HV aufgegriffen und durchdiskutiert.

Ein Beitrag von Peter Niedermeyer

Sein Vater, Günther Niedermeyer war ein durchaus erfolgreicher Investor und hat seinem Sohn das Börsen-Geschick sprichwörtlich in die Wiege gelegt.