Deutsche Bank, Osram und Siemens: Das hätte besser laufen können!

0
319

Liebe Leser,

Rückschlag für das Investmentgeschäft der Deutschen Bank: Wie einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zu entnehmen ist, bleibt das größte deutsche Geldhaus bei der Platzierung der Osram-Papiere auf Aktien im Wert von etwa 200 Millionen Euro sitzen.

Siemens will Osram vollständig abstoßen

Zur Einordnung: Der Industriekonzern Siemens hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den Großteil der Anteile an Osram in Höhe von etwa 17 Prozent zu einem Gesamtpreis von 1,2 Milliarden Euro zu veräußern.

Der traditionsreiche Lichtspezialist Osram war von 1978 bis 2013 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Siemens AG. Anschließend wurde Osram abgespalten, an die Börse gebracht und am 23. September 2013 in den MDAX integriert. Siemens hielt fortan noch einen Anteil von circa 17,5 Prozent am Lichtkonzern.

Deutsche Bank und Citi mit Restverkauf beauftragt

Um den Restverkauf über die Bühne zu bringen, beauftragte Siemens letzte Woche die Deutsche Bank und das US-Investmentinstitut Citi. Bereits kurz danach kursierten Gerüchte, dass die beiden Geldhäuser wohl nicht genügend Abnehmer gefunden haben.

Beteiligung der Deutschen Bank an Osram verdoppelt sich

Jetzt also die Bestätigung: Im Zuge einer Pflichtveröffentlichung meldete die Deutsche Bank nun eine Beteiligung von knapp 6 Prozent am Münchner Lichtkonzern. Zuvor hielt das Institut über ihren Vermögensverwalter Deutsche Asset Management lediglich 3,01 Prozent an Osram.

Verluste sind möglich

Wie es in solchen Fällen üblich ist, übernehmen die platzierenden Banken die Aktien meistens auf die eigenen Bücher. In der Folge wird versucht, die Papiere sukzessive über die Börse loszuwerden. Für etwaige Verluste müssen die Banken – entsprechend der jeweiligen Vertragsgestaltung – selbst aufkommen.

Ein Beitrag von Marco Schnepf

Marco Schnepf konzentriert er sich auf die Erläuterung, Bewertung und Aufschlüsselung von presserelevanten Neuigkeiten...