Nel, ITM, Ballard und PowerCell – wer ist die nächste Wirecard?

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Liebe Leser,

die aufregende Woche ist nun beendet – zuletzt ging es für einige Unternehmen aus dem Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Branche heiß her. Die Kurse beruhigten sich zusehends wieder – und einige private Investoren kaufen sicherlich auch. Die ganze Wahrheit hinter den Kulissen jedoch ist bitter. Die Politik versucht derzeit weltweit, mit Milliarden-Subventionen den Bereich der alternativen Antriebstechnologie zu fördern.

Dies jedoch könnte überhaupt nur in Jahren geschehen, 2024 etwa hat die Merkel-Regierung avisiert. Nennenswerte Umsätze durch Regierungsbeteiligungen gibt es praktisch gar nicht. Und so versucht die Branche allenthalben, durch neue Nachrichten Geschäfte anzudeuten, die es praktisch so nicht gibt.

Des Kaisers neue Kleider

Kennen Sie das Märchen von des „Kaisers neuen Kleidern?“ Der Kaiser führt seinem Volk seine neuen Beinkleider vor, bis endlich ein Kind in der Menge den Finger hebt und ruft, der Kaiser sei nackt. Kindermund tut Wahrheit kund.

So ist es leider bei Wirecard nicht gewesen, als zahlreiche Experten und teils auch Medien davor warnten, dass Wirecard ja offenbar gar nicht so große Umsätze mache wie suggeriert. Es hat praktisch 18 Monate zu lang gedauert – mindestens -, bis dies endlich herauskam.

Im Wasserstoff-Bereich ist es meiner Einschätzung nach ähnlich. Vielleicht nicht bei allen Unternehmen, denn einige der Konzerne erhalten evtl. einen größeren Anteil des Subventionskuchens. Aber es ist zumindest bei einigen der Unternehmen so, dass nicht mehr viel kommen wird.

Erlauben Sie mir, dass ich mich unbeliebt mache. Die derzeit wohl größte Flut neuer Nachrichten kommt von Nel Asa. Hier hilft sogar der norwegische Staat mit, den Stein den Berg heraufzurollen. Die ganz einfachen praktischen Zahlen sehen anders aus.

Aktuell hat das Unternehmen eine Marktkapitalisierung – also -bewertung – von 2,346 Milliarden Euro. Der Umsatz, der sich, läuft alles noch recht gut, für 2020 errechnen lässt, wird mit dem Faktor 33,7 bezahlt. Steigt der Umsatz wie prognostiziert 2021 auf fast 100 Millionen Euro, wäre das Unternehmen noch immer mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 22,8 finanziert.

Das ist schlicht abenteuerlich, zumal das Unternehmen 2020 ein Nettoergebnis von mehr als 10 Millionen Euro Minus einfahren wird und 2021 noch einmal fast 12 Millionen Euro netto verliert. Es ist keine Dividende in Sicht – und so fort. Das Einzige, was Nel Asa trägt, ist der Hype – der Trend – an den Märkten. Selbst das Allzeithoch von 2,18 Euro, das am 10. Juli erreicht wurde, kann die Aktie wieder markieren – ohne Zweifel. Wenn Sie investieren, sollten Sie allerdings einen guten Riecher dafür entwickeln, wann der Trend vorbei ist. Denn wenn die größeren Adressen einmal richtig aussteigen, ist der Trend vorbei. Fast für immer – wie bei Wirecard oder den Cannabis-Aktien.

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Ballard Power Forum

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In diesem Zusammenhang ist fuecell energy zu erwähnen, die sind in diesem Bereich auch schon recht
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Immer schön sachlich bleiben und vor allem beim Thema.
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Es betrifft zwar nicht nur die Mobilität, aber da hier auch ganz grundsätzlich über H2 diskutiert wi
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