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Nebenwerte aktuell: Steinhoff

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Bei Steinhoff gilt es abzuwägen, und zwar mehrere Aspekte. Zum einen: Was ist eigentlich der Wert der Vermögensgegenstände („Assets“), die Steinhoff besitzt? Hier geht es schließlich um diverse Beteiligungen weltweit. Der Steinhoff Konzern ist diesbezüglich ja durchaus eine Art Gemischtwarenladen. Matratzenläden in den USA, Einzelhändler im südlichen Afrika, früher Möbel-Discounter in Deutschland…

Das ist eine große Frage, wieviel diese Beteiligungen wert sind. Zum Teil veröffentlichen diese Töchter selber Geschäftszahlen, Beispiel Pepcor, da börsennotiert. Da lässt sich dann eine Größenordnung für den Wert der entsprechenden Steinhoff-Beteiligung errechnen. Doch zu einem großen Teil ist das nicht möglich. Wenn eine Beteiligung von Steinhoff konsolidiert wird, gilt es auf die konsolidierten Konzernzahlen zu warten. Das ist die eine Sache. Hier dürfte insbesondere der Termin 18. Juni 2019 wichtig sein – denn dann sollen die geprüften Geschäftszahlen für das Steinhoff-Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht werden. Am 7. Mai sollen die Zahlen für das 2017er Geschäftsjahr geben, aber die dürften zu einem signifikanten Teil bereits überholt sein, da schließlich inzwischen einige Beteiligungen verkauft worden sind.

Dann ist eine zweite große Frage: Was wird an die Gläubiger gehen? Denn gewiss, Assets sind vorhanden. Doch auch die Zahl der Gläubiger ist groß. Insbesondere auf den beiden Steinhoff Töchtern Steinhoff Europe AG ( kurz „SEAG“) und Steinhoff Finance Holding GmbH (kurz „SFHG“) lasten Schulden in Milliarden-Euro-Höhe.

Steinhoff hatte das ganz geschickt gemacht, fand ich: Es wurde sinngemäß ein Stillhalte-Abkommen mit den Gläubigern vorgeschlagen. Wer schnell zustimmte, sollte eine Art „Bonbon“ in Form einer Fee = kleinen Zahlung, abhängig von der Höhe der Forderung, erhalten. Das setzte die Gläubiger in Zugzwang, und der Großteil der Gläubiger stimmte laut Steinhoff zu. Nun geht es darum, wie diese „Fee“ verteilt wird. Am Gründonnerstag gab es dazu von Steinhoff einige Angaben, ein entsprechender „Guide“ = Richtlinie ist veröffentlicht worden.

Ich habe eben in die Dokumente zu der Thematik hineingeschaut, denn diese sind auf der Internetseite von Steinhoff verlinkt und abrufbar. Was mir dabei auffiel, Beispiel Steinhoff Finance Holding GmbH, ist z.B. die Zahl der Gläubiger. Ca. 40 Gläubiger pro Seite, und das bei mehr als 6 Seiten Aufzählung.

Und da geht es um sehr unterschiedliche Beträge: Von gut 40.000 Euro Forderung durch einen „York Multi-Strategy Master Fund LP“ bis hin zu gut 189 Mio. Euro Forderung von „Silver Point Luxembourg Platform SARL“. Was mir noch auffiel: Das sind sehr viele Hedgefonds, Finanzinstitute etc. in dieser Gläubigerliste. Die werden als Ziel haben, dass sie eher Geld sehen als die Aktionäre (sofern sie nicht selber bedeutende Aktionäre sind…).

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tom.tom  @Moderation 13:22
Wieso wurde Posting #11650 gelöscht Wiedereins
Taisonic1  PwC 13:19
Der vielzitierte Satz von PwC im Bericht ist die Meinung der Prüfer, die konträr zu den Aussagen des
Coby1  Eine Befürchtung 13:18
ist wie vor Ewigkeiten geschrieben aber jetzt wieder vermehrt vorhanden. Das zwar die ca. 120.000 Mi
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Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktie zu verkaufen oder zu kaufen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld - verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine.

Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de




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