Nebenwerte aktuell: Steinhoff – Thema Dividende!

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Bei Steinhoff International Holdings (kurz „Steinhoff“) soll es den Geschäftsbericht 2019 laut Finanzkalender zwar erst am 30. Juni 2020 geben. Auf die Zahlen soll im Juli (noch kein genauerer Termin genannt) ein Investorentag folgen und im August dann die diesjährige ordentliche Hauptversammlung.

Doch vorigen Freitag gab es schon einige Zahlen von Steinhoff – und zwar welche zu Beteiligungen bzw. Teilbereichen des Konzerns. Denn bekanntlich ist Steinhoff über diverse zum Konzern gehörende Unternehmen auf mehreren Kontinenten aktiv.

So gab es vor einigen Tagen (29. Mai) neue Zahlen von der „Steinhoff Investment Holdings Limited“ oder kurz „Steinhoff Investments“. Das ist laut Angaben von Steinhoff eine 100%ige Tochter, die übrigens sogenannte preference shares ausgegeben hat. Da es da aber in der Vergangenheit offensichtlich Verletzungen von Publizitätspflichten gab, ist der Handel mit diesen Papieren an der südafrikanischen Börse weiter ausgesetzt. Das klingt ja nicht gerade nach einem Qualitätsmerkmal.

Doch zu den Zahlen von „Steinhoff Investments“: Bei denen fällt zunächst einmal etwas Ungewöhnliches auf. Und zwar: Die Zahlen für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018 (die jeweils am 30.9. endeten) sind noch gar nicht veröffentlicht, weshalb es ja auch zu der Handelsaussetzung der preference shares gekommen war. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 sind aber nun da. Man will den Finanzmärkten die aktuellen Finanzinformationen so früh wie möglich („as soon as possible“) geben.

Die Zahlen zeigten einen durchaus schönen Turnaround: Das operative Ergebnis wandelte sich von einem Verlust von 632 Mio. südafrikanischen Rand im Geschäftsjahr 2018 auf ein Plus von 6,5 Mrd. Rand im Geschäftsjahr 2019. Pro Aktie („total profit per share“) waren das 57,491 Rand, nach einem Verlust von 5,4 Rand im Geschäftsjahr 2018. Der Umsatz stieg um 8,5% auf 69,7 Mrd. Rand.

Wohlgemerkt: Es geht hier um Steinhoff Investments und nicht um die Mutter = den Konzern, auf den sich die in Deutschland gehandelten Aktien beziehen. Aber es ist natürlich auch für die Mutter tendenziell positiv, wenn die Zahlen der Tochter 2019 gut waren. Im laufenden Geschäftsjahr soll es aber wieder schlechter werden – im Ausblick wird wenig überraschend auf die negativen Auswirkungen der Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie verwiesen.

Dennoch gab es für die „preference shares“ eine Dividende von ca. 4,169 Rand pro Stück. Die soll laut Steinhoff am 30. April gezahlt worden sein. Wie gesagt: Die preference shares können derzeit nicht gehandelt werden, und bei den „normalen“ Aktien des Mutterkonzerns ist eine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 wohl kein Thema (wie gesagt, Geschäftsbericht für den Mutterkonzern soll am 30. Juni veröffentlicht werden).

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Steinhoff Forum

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dass die Parteien an einer schnellen Einigung interessiert seien, sondern dass diese laut zwei ni
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Glaube ich dass es bald zu ner Einigung kommt. Bei Wirecard haben die Journalisten auch immer von
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da werden wieder mal die Dummis geködert und ausgenommen. Da wird über 20 Milliarden MK fabuliert (n
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Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de




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