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Nebenwerte aktuell: Delignit und Schaltbau

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Es gibt noch diverse „Nachzügler“, die diese Woche die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichen. Beispiel Schaltbau Holding. Das Unternehmen ist mir grundsätzlich sympathisch – aber vielleicht auch nur, weil ich gerne Eisenbahnen mag und die Schaltbau Holding Dinge wie Eisenbahnsignaltechnik oder Weichenheizungssysteme anbietet. Auch Türsysteme für Züge oder Busse gehören zum Angebot. Dinge, die Mehrwert liefern und unsere Gesellschaft vorwärts bringen.

Doch den Aktienkurs hat das in den vergangenen Jahren nicht gerade vorwärts gebracht – auf 12-Monats-Sicht heißt es aktuell rund +/-0. Auf Sicht von 5 Jahren steht gar ein fettes Minus von aktuell rund -46% zu Buche. Das ist kein Wunder, denn das Unternehmen schrieb 2018 rote Zahlen, wie der Blick in den neuen Geschäftsbericht zeigt. In der Pressemitteilung heißt es zwar, dass die Gruppe sich „operativ weiter positiv entwickelt“ habe. Doch „weiter positiv“ ist relativ. Ich zum Beispiel finde es keineswegs positiv, wenn das Ebit (= Ergebnis vor Zinsen und Steuern) rot ist, wie hier 2018 (-7,3 Mio. Euro). Und beim Ebit sind die gezahlten Zinsen und Steuern noch nicht einmal berücksichtigt.

Schaltbau Holding hingegen sieht die Entwicklung dennoch positiv, denn 2017 war das Ebit mit -23,0 Mio. Euro noch negativer. Nun ja. Was hingegen wirklich positiv aussieht, ist die Auftragsentwicklung. So stieg der Auftragseingang im vorigen Geschäftsjahr von 594,0 Mio. Euro auf 631,3 Mio. Euro. Der Auftragsbestand per 31.12.2018 lag demnach bei 583,0 Mio. Euro. Das ist mehr, als die Umsatzhöhe 2018 erreichte (= 518,3 Mio. Euro). Finde ich gut: Selbst, wenn jetzt gar kein Auftrag mehr reinkommen würde, hätte das Unternehmen noch Arbeit für rund ein Jahr. Doch die Profitabilität sieht nicht gerade berauschend aus. Deshalb lasse ich die Aktie auf meiner Watchlist, nicht mehr und nicht weniger.

Dann gab es auch Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 von Delignit. Das Unternehmen finde ich grundsätzlich ebenfalls sympathisch – schließlich bieten die Anwendungen für Autos und sonstige Bereiche an, die auf dem Rohstoff Holz basieren. Kein Witz. Schallschutz oder Laderaumsicherung sind einige mögliche Anwendungen. Das Unternehmen ist natürlich mindestens eine Nummer kleiner als z.B. die Schaltbau Holding. Dafür werden schwarze Zahlen geschrieben. Hier die Eckdaten:

Die neuen Zahlen von Delignit zeigen, dass der Umsatz 2018 von 52,7 auf 60,3 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Davon blieben unter dem Strich (= Konzernergebnis) 2,6 Mio. Euro hängen. Gegenüber dem Wert von 2017 (= 1,9 Mio. Euro) war das ein Anstieg von 33,4%. Pro Aktie stieg das Ergebnis von 0,24 Euro auf 0,31 Euro. Schöne Entwicklung. Das KGV von über 20 ist mir persönlich für ein Unternehmen, das letztlich ein Zulieferer ist, aber etwas zu hoch. Steht auch auf meiner Watchlist.

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macht einen super Job genauso wie die Übrige Belegschaft Der CEO ist aber konservativ und überlege
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Klarstellung
Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktie zu verkaufen oder zu kaufen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld - verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine.

Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de



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