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Nebenwerte aktuell: Ausblick von Nordex

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Der Blick auf die Spitzen-Performer im TECDAX erinnerte am Dienstag daran, dass Aktien nun in mehreren Indices Bestandteil sein können. So lag im TECDAX die Wirecard Aktie mit einem Plus von 26,3% (bezogen auf den Stand Ende Xetra-Handel) ganz weit vorne. Doch da die Aktie auch ein DAX-Titel ist, soll es hier stattdessen um Nebenwerte gehen. Und auf Platz 2 im TECDAX in Bezug auf die Performance am Dienstag stand die Nordex-Aktie. Das Papier ging am Dienstag mit einem Tages-Plus von 4,9% bzw. 0,62 Euro auf 13,21 Euro aus dem Xetra-Handel.

Was war da los? Wie Sie wahrscheinlich mitbekommen haben, gab es neue Zahlen von Nordex. Das Unternehmen veröffentlichte den Geschäftsbericht 2018. Die waren allerdings keine Überraschung, denn bereits im Februar hatte Nordex vorläufige Zahlen veröffentlicht. Damals hieß es, dass der Umsatz 2018 bei 2,6 Mrd. Euro lag. Das wurde nun bestätigt (es laut dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht exakt 2.459,1 Mio. Euro Umsatz). Auch die Investitionen entsprachen mit 112,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018 der im Februar gegebenen Prognose.

Wieso die positive Reaktion der Aktie auf Zahlen, die im Grunde bereits bekannt waren? Deshalb: Es gab von Nordex auch einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll da ein Umsatz von 3,2 bis 3,5 Mrd. Euro erzielt werden. Ausgehend von genannten 2,6 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2018 wäre das ein Umsatzplus von ca. 23,1% bis ca. 34,6%. Das kann sich in der Tat sehen lassen! Eine gute Grundlage dafür ist die Tatsache, dass Nordex laut eigenen Angaben per 31.12.2018 Aufträge für neue Windenergieanlagen im Volumen von 3,9 Mrd. Euro in den Büchern hatte.

Also alles gut, hoher Auftragsbestand, starkes Umsatzwachstum? Das sieht in der Tat erfreulich aus. Doch es gibt auch Wasser, der in den Wein zu schütten ist. Demnach wird die Ebitda-Marge für 2019 auf 3,0 bis 5,0% prognostiziert, was nicht übermäßig hoch ist. Der Blick in den Geschäftsbericht 2018 zeigt, dass die Ebitda-Marge 2018 bei 4,1% und 2017 bei 6,5% lag. Dabei war 2017 ein ziemlich schlechtes Jahr für Nordex.

Ebita steht hier „Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen“. Da sind also eine ganze Reihe von wichtigen Kostenblöcken gar nicht berücksichtigt. Insofern sieht da eine Marge von 3-5% nicht besonders hoch aus. Und die Bandbreite ist auch recht hoch. Das spricht dafür, dass der Wettbewerb in der Branche weiter recht hoch bleibt. Dann kann Nordex zwar mit steigenden Umsätzen punkten – doch was bleibt letztlich unter dem Strich übrig?

2018 jedenfalls ging das Eigenkapital laut den am Dienstag veröffentlichten Zahlen um 24,1% auf 697,3 Mio. Euro zurück. Daraus errechnet sich ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von aktuell rund 1,8. Mein Fazit: Nordex hat die Kurve bekommen und konnte zuletzt mit einer guten Auftragslage punkten – doch wenn die Ebitda-Marge in dem Bereich bleibt, sieht es mit der Profitabilität nicht besonders berauschend aus.

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Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de




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