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Meine Prognose: Die Prognosen müssen korrigiert werden

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Wundern Sie sich nicht? Nach dem Crash eine schnelle, wenn auch wacklige Kurserholung. Die wichtigsten Börsen haben die Corona-Krise bislang erstaunlich gut verkraftet.  Doch bin ich mehr denn der Überzeugung, dass von den Akteuren Tiefenwirkung und Dauer nicht richtig eingeschätzt werden. Zwar geht es zunächst um die Viruspandemie selbst, die wegen der beginnenden Lockerung der alltäglichen Einschränkungen offenbar zu leicht genommen wird. Erst recht werden die schlimmen Folgen für die Wirtschaft, für die Unternehmen und Arbeitnehmer, vom Aktienmarkt (noch) nicht eingepreist. Dafür gibt es vor allem einen Grund im Hintergrund: Es ist unheimlich viel Geld da, das Anlage sucht. Und das Engagement der Zentralbanken spricht für anhaltend hohe Liquidität und ewige Nahe-Null-Zinsen.

Wir erleben eine extrem unsichere, komplexe und komplizierte Zeit. Wie können Prognosen zur weiteren Entwicklung der Pandemie, der Konjunktur und der Aktienkurse in dieser beispiellosen Phase auch nur hilfsweise als Orientierung dienen? Zur Erinnerung: Unser Wort „Prognose“ hat seinen Ursprung im altgriechischen „Prognosis“ = Vorwissen oder Voraus-Kenntnis. Heute versteht man unter Prognose in aller Regel vereinfacht eine Aussage über Ereignisse oder Entwicklungen in der Zukunft. Prognosis im Ur-Sinn hat keiner. Alle Prognosen sind somit hochgradig spekulativ.

Die allgemein stark beachteten Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung waren zuletzt furchterregend, ohne die Börsianer tief zu schockieren. Wenn das Münchner Ifo-Institut seine neue monatliche Ergebung überschreibt mit „Geschäftsklima stürzt auf historisches Tief“, also auf  den niedrigsten jemals gemessenen Wert,  hätte man eine heftige Kursreaktion gen Süden erwarten können. Sie blieb aber milde. Einen stärkeren Rückgang des Ifo-Indikators hat es noch nicht gegeben. Die Unternehmen blickten zudem „noch nie so pessimistisch“ auf die kommenden Monate. Kommentar der Forscher: „Die Coronakrise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht.“

Ähnliches hat zuvor die Deutsche Bundesbank berichtet: Mehr als eine Million Kurzarbeiter, viele betroffene Branchen und ein massiver Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die Virus-Krise stürzt die deutsche Wirtschaft aus Sicht der Bundesbank in eine schwere Rezession, von der sie sich nicht so schnell erholen wird (Das sollten sich die Börsianer werken!). Im zweiten Jahresviertel würden sich die wirtschaftlichen Einschränkungen noch erheblich stärker als im ersten Vierteljahr niederschlagen.

Solche Aussagen kommen von anerkannt kompetenter Seite und sind deutlich. Die Analysen und Prognosen der Fondsmanager und anderer Anlagestrategen bleiben bisher sehr gemischt und (verständlicherweise) voller Vorbehalte. Die meisten Privatanleger können deshalb nur wenig damit anfangen. Ein mutiger Versuch klarer Ausblicke kommt aus dem Kreis der Technischen Analysten. So schrieb Martin Utschneider von Donner & Reuschel am Wochenende: Es wird nun von Tag zu Tag immer wahrscheinlicher, dass sich tatsächlich ein ähnliches charttechnisches Muster wie bei der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 ausbildet. Nach dem ersten Crash in den Monaten September und Oktober (2008) folgte eine kurzfristige technische Erholung. Diese mündete dann allerdings im Frühjahr 2009 in einen erneuten Absturz mit neuen Tiefständen. Erst nach diesem zweiten Einbruch erholte sich der Markt dann wieder nachhaltig. Damit bleibt es dabei, dass sich die mögliche Erholung des Dax bildlich gesehen bestenfalls in einem flachen „V“ einstellen wird. Es könnte sogar ein langgezogenes „W“ daraus werden.

Eine in meinen Augen plausible Betrachtung. Aber es kann noch schlimmer kommen und in eine längere Schwächephase von Weltwirtschaft und Börsen münden, die auch im kommenden Jahr noch nicht überwunden wird. Auf die längst schon gravierende und Corona unabhängige politisch-wirtschaftliche Brisanz in einer Reihe von Ländern will ich hier und heute nicht eingehen. Später muss auch beachtet werden, was aus dem ungeheuren internationalen Schuldenberg wird. Also, meine Zweifel an der von zahlreichen Vermögensverwaltern geäußerten Hoffnung, dass es schon in der zweiten Jahreshälfte wieder aufwärts gehen könne, haben sich verstärkt. Ich will für Konjunktur und Börse ein großes „L“ (mit langgezogener horizontaler Linie) nicht ausschließen. Das heißt auch, dass viele Prognosen weiter revidiert werden müssen. Dieser Prozess hat bereits begonnen. Deshalb haben Aktienfans noch nichts verpasst – es wird für langfristige Anleger weitere attraktive Einstiegsmöglichkeiten geben. Aber auch Gewinnmitnahmen (wo möglich) nicht vergessen! Und Gold ist ein Muss!

Vor allem aber bleiben Sie gesund – und machen Sie’s gut! Herzlich, Ihr Börsen-Dino!


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