Lufthansa Aktie: Schrumpfstrahl aktiviert!

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Das staatliche Rettungspaket für die Lufthansa ist unter Dach und Fach. Jetzt muss die schwer strauchelnde Airline-Gruppe erst einmal den Gürtel enger schnallen, wie der Konzern am Dienstag im Rahmen der Veröffentlichung des erweiterten Restrukturierungsprogramms erläuterte.

Entschlackung bei Führungsposten

Die Finanzierung sei angesichts der Hilfen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zunächst gesichert, hieß es in der entsprechenden Pressemitteilung. „Die vollständige Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen inklusive der Zinszahlungen wird das Unternehmen jedoch in den kommenden Jahren zusätzlich belasten, so dass nachhaltige Kostensenkungen auch aus diesem Grund unausweichlich werden.“

Das bis 2023 laufende Sparprojekt beinhaltet, die Anzahl der Managementstellen um 20 Prozent zu kürzen. Vor allem in Führungsetagen von Tochterfirmen soll es demnach zu Verkleinerungen kommen. Zudem will die Lufthansa in der Verwaltung in Deutschland 1.000 Stellen streichen.

Flotte wird geschrumpft

Die bereits im April angekündigte Flotten-Reduzierung um 100 Maschinen werde bereits umgesetzt. Allein bei der Kernmarke seien demnach schon 22 Jets ausgeflottet worden, darunter sechs A380 sowie fünf Boeing 747. Bis 2023 will die Lufthansa-Gruppe nur 80 neue Flugzeuge abnehmen, was das Investitionsvolumen des Konzerns für Neuanschaffungen halbieren soll.

Zum Restrukturierungsplan gehöre auch, dass die Kernmarke „Lufthansa“ in eine eigenständige Gesellschaft umgewandelt werde. Ein Plan, der bereits seit längerem forciert wird und der laut einem Sprecher keine Personalkostensenkung zum Ziel habe, sondern eine bessere Struktur dank klarer Abgrenzung zum Konzern.

Die neu angekündigten Stellenstreichungen seien zudem Teil des Personalüberhangs von „mindestens” 22.000 Vollzeitjobs, mit dem das Lufthansa-Management langfristig kalkuliert. Konzernchef Carsten Spohr rechnet damit, dass die Airline-Gruppe auf Dauer wegen des rückläufigen Luftverkehrs verkleinert werden muss. In Kooperation mit den Gewerkschaften werde man so viel Beschäftigung wie möglich sichern, hieß es.

Bund ist jetzt größter Aktionär

Zur Einordnung: Wegen der coronabedingten Geschäftseinbrüche musste die Lufthansa mit einem neun Mrd. Euro umfassenden, staatlichen Rettungspaket des Bundes vor der Insolvenz bewahrt werden. Im Rahmen der Staatshilfe ist der Wirtschaftsstabilisierungsfond WSF seit Montag mit rund 20 Prozent der größte Anteilseigner der Airline-Gruppe. Zudem haben Österreich 450 Mio. Euro an Finanzhilfen für die Tochtergesellschaft „Austrian Airlines” sowie die Schweiz 1,5 Mrd. Euro Kredit für „Swiss Air” zugesichert.

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nach den Quartalszahlen von "verkaufen" auf "halten" hoch.
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laut Berstein Research.
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