Lufthansa Aktie: Die Merkel- und Von-der-Leyen-Rettung – jetzt kaufen?

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Liebe Leser,

jetzt, da ich Ihnen diese Zeilen schreibe, steht die große Entscheidung über die Rettung der Lufthansa noch an. Die Aktionäre müssen oder sollen dem Rettungspaket der Merkel-Regierung zustimmen. Aber sie werden es machen – und die EU-Kommission (Präsidentin Ursula von der Leyen, die schon in anderen Fragen ein Billionen-Paket auflegen möchte) hat zugestimmt. Die stellvertretende EU-Kommissionspräsidentin Vestager jedenfalls kommentierte die Genehmigung der Staatshilfe durch die Merkel-Regierung mit den Worten, der „Betrag werde der Airline helfen“, die Folgen der Corona-Virus-Krise zu überstehen.

Kosmetische Korrekturen am Wettbewerb

Die angeblich wettbewerbsorientierte EU-Kommission, die sich längst zur Speerspitze der zentralistischen Geldverteilung gemausert hat, muss natürlich Forderungen stellen: Es solle keine „Wettbewerbsverzerrungen“ geben. Die Lufthansa muss Start- und Landerechte an den Flughäfen in Frankfurt und München abgeben. Warum dies ein „fairer Wettbewerb“ sein soll, erschließt sich dem Betrachter nicht.

Die Lufthansa und die Politik aber haben wirklich alles unternommen, um die Lufthansa zu retten. Inzwischen hat sich das Unternehmen auch mit der Gewerkschaft „Ufo“ darüber geeinigt, dass die Löhne zunächst nicht steigen werden. Die „Ufo“ hatte über einen längeren Zeitraum erhebliche Schwierigkeiten gemacht.

Nun hat auch der Großaktionär Thiele, der Widerstand gegen die staatliche Unterstützung in der geplanten Form (bzw. den Einfluss des Staates) angekündigt hatte, seine Zustimmung angekündigt. Er möchte auch künftig „Einfluss auf die Entwicklung der Lufthansa nehmen“. Thiele ist tagelang u.a. von der Merkel-Regierung bearbeitet worden.

Natürlich möchte Herr Thiele möglicherweise auch Einfluss nehmen – vor allem aber wird er Geld verdienen wollen. Er ist ja schließlich Miteigentümer. Und deshalb wird es interessant:

Wenn sich also alles in Wohlgefallen auflösen wird und die Aktionärsversammlung heute den staatlichen Hilfen von bis zu 9 Milliarden Euro zustimmt, könnte die Aktie einen Satz nach oben machen. Dies wäre die wohl mehr als vorläufige Rettung. Dann wäre es doch nur folgerichtig, auch einzusteigen, oder?

Ich meine: Nein. Die Aktie kann sicherlich steigen. Wie schnell und wie weit der Kurs abhebt, lässt sich jedoch nicht prüfen und noch nicht einmal abschätzen. Den Wert des Unternehmens kann in der aktuell von der Regierung oder den Regierungen hergestellten Rahmenbedingungen im Flugverkehr niemand bestimmen. Warum aber sollten Sie in ein Unternehmen investieren, das a) sich wirtschaftlich nicht bewerten lässt und b) vollkommen am Tropf der staatlichen Entscheidungen hängt?

Das erinnert an staatliche Unternehmen aus den sozialistischen Wirtschaftsepochen. Die waren auch nicht bewertbar und hingen ausschließlich an politischen Entscheidungen. Das Ergebnis ist bekannt – es gibt für solche Unternehmen keinen „wahren Wert“, auf den Sie setzen könnten. Was auch immer auf der außerordentlichen Hauptversammlung passiert und wohin sich der Aktienkurs kurzfristig bewegt – ich empfehle, dass Sie die Finger von der Aktie lassen sollten. Setzen Sie auf private Unternehmen.

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