InVision: Exklusiv-Interview mit CEO Peter Bollenbeck – “Wir investieren systematisch in Wachstum!”

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Unser heutiger Interviewpartner ist der CEO von InVision, Peter Bollenbeck.

InVision entwickelt und vertreibt Cloud-basierte Softwarelösungen für Workforce Management und E-Learning. Die Softwareprodukte der InVision-Marken injixo und The Call Center School helfen vor allem Contact Centern, den Einsatz und die Weiterbildung ihres Personals zu optimieren. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet, beschäftigt aktuell rund 120 Mitarbeiter weltweit und hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf. InVision betreibt weitere Niederlassungen in Leipzig, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und in den USA.

Herr Bollenbeck, der Markt wurde von Hilfsprogrammen überflutet. Erwarten Sie nachhaltige Änderungen bei den Finanzierungsbedingungen?

Peter Bollenbeck, CEO InVision

P. Bollenbeck: Grundsätzlich sind seit mehreren Jahren die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen exzellent, sowohl für Eigenkapital als auch für Fremdkapital. Nach unserer Einschätzung ist extrem viel Liquidität im Umlauf und Investoren suchen händeringend nach Anlagemöglichkeiten, um Renditeerwartungen zu erfüllen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Situation jedenfalls kurzfristig nicht fundamental ändert.

Das kann ich gut nachvollziehen. Was hat sich durch die Corona-Pandemie in Ihrem Unternehmen verändert?

P. Bollenbeck: Wir waren glücklicherweise von der Pandemie nur insoweit unmittelbar betroffen, als dass wir unseren Bürobetrieb in Deutschland, Frankreich und den USA im März eingestellt haben und seit einigen Wochen in kleinen Schritten und mit Einschränkungen wieder aufnehmen. Auf der Nachfrageseite haben wir gerade im März und April in Einzelfällen Auftragsreduzierungen und -stornierungen sowie auf breiter Front eine allgemeine Kaufzurückhaltung verzeichnet, die sich seit Mai aber wieder aufgelöst hat. Prinzipiell sind wir sehr zurückhaltend was die weitere allgemeine wirtschaftliche Entwicklung betrifft, da der große Rückgang der volkswirtschaftlichen Leistung zu derzeit nicht abschätzbaren Folgeschäden führen wird, die im Moment noch durch die laufenden Hilfsprogramme und veränderte Insolvenzantragspflicht überdeckt werden. Weiterhin erwarten wir steigende Inflation und die Bildung von Investitionsblasen durch die massiven Liquiditätsspritzen in letzter Zeit.

Sicherlich werden uns die „Investitionsblasen“ in der nächsten Zeit noch beschäftigen. Nun würde mich interessieren: Was unterscheidet Sie von den Wettbewerbern der Branche?

P. Bollenbeck: Wir haben seit unserer Gründung vor 25 Jahren eine tiefe fachliche Expertise im Workforce Management mit sehr stark ausgebildeten Kompetenzen in den Bereichen Predictive Analytics und Operations Research aufgebaut. Gleichzeitig haben wir mit der Transformation unseres Geschäftsmodells im Jahr 2011 als First Mover im Cloud-basierten Workforce Management eine inzwischen extrem robuste und sichere Cloud-Plattform, die es uns ermöglicht, weite Kundengruppen in allen Größenklassen sehr effektiv zu bedienen. Darüber hinaus sind wir seit über 15 Jahren mit eigenen Tochtergesellschaften in Europa und Nordamerika vertreten, so dass wir einen wesentlichen Teil des internationalen Marktpotenzials direkt adressieren können.

Das freut mich zu hören! Wo sehen Sie dadurch Ihr Unternehmen in 5 Jahren?

P. Bollenbeck: Wir planen in den nächsten Jahren unsere strukturellen Cash-Überschüsse aus dem operativen Geschäft systematisch in weiteres Wachstum zu investieren. Dabei möchten wir uns hauptsächlich auf drei Ebenen konzentrieren:1. Ausbau unserer bestehenden Vertriebs- und Service-Standorte in Europa und Nordamerika, um sowohl den Umsatz mit unseren Bestandskunden zu erhöhen als auch Neukunden zu erschließen; 2. Aufbau von neuen Standorten, um das Umsatzpotenzial in zusätzlichen geografischen Regionen auszuschöpfen; und 3. Erweiterung unseres Produktportfolios, um unser Leistungsangebot für Bestandskunden zu verstärken und vollständige neue Kundengruppen zu erschließen.

Ein sehr strukturierter Plan, wie ich finde! Bei der Umsetzung wünsche ich Ihnen bereits vorab viel Erfolg. Zum Abschluss habe ich nun noch eine Frage an Sie, Herr Bollenbeck: Aus welchen Gründen sollten Anleger letztendlich in Ihr Unternehmen investieren?

P. Bollenbeck: Wir sind eines der wenigen in Deutschland börsennotierten SaaS-Pure-Plays, besetzen einen attraktiven Wachstumsmarkt mit einer langfristigen Strategie und haben dafür ein exzellent ausgerichtetes Produktangebot. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Positionierung in den nächsten Jahren auch in einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung ausdrücken wird. Dies macht InVision als Aktie für langfristig orientierte Anleger gerade jetzt besonders interessant.

Ein tolles Schlusswort. Vielen Dank für die aufschlussreichen Einblicke in Ihr Unternehmen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern weiterhin alles Gute für die Zukunft!

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da gibt es keine Abgabe. Das Unternehme ist solide und viel mehr wert.
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