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Immer bizarrer: EZB könnte jetzt auch noch Aktien kaufen – das sollten Sie wissen!

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Liebe Leser,

am Donnerstag sitzt die Europäische Zentralbank EZB zusammen und wird die Geldpolitik neu ausrichten. Noch immer fühlen sich Zentralbanker quasi als „Puppenspieler“ der gesamten Wirtschaftswelt. Wo auch immer es klemmt, die Zentralbank hilft und senkt den Zins, kauft Anleihen – oder womöglich bald Aktien. Funktioniert der Wirtschaftskreislauf wieder, dann werden die Zinsen erhöht, Anleihen auf den Markt gegeben und so fort. So jedenfalls lautet die Märchenwelt der Zentralbanker.

Tatsächlich ist der Einfluss auf den Markt inzwischen deutlich geringer. Senkt die EZB die Zinsen weiter – und dies wird passieren -, steigt das Kreditvolumen nicht einfach linear dazu an und entfacht neues Leben in der Wirtschaft. Schon jetzt ist das Kreditvolumen ausreichend hoch. Die EZB ermöglicht es den Staaten einfach, sich noch günstiger als ohnehin schon zu verschulden.

Nun aber kommt eine neue Überlegung ins Spiel: Die EZB könnte oder muss vielleicht sogar Aktien kaufen.

Aktienkauf: In spätestens zwei Jahren könnte es so weit sein

Hintergrund sind die rechtlichen und tatsächlichen Einschränkungen, denen die EZB unterliegt. Die Zentralbank wird in spätestens zwei Jahren – wenn sie jetzt wieder Anleihen kauft – für einige Staaten schon 50 % der Staatsanleihen in den Depots halten. Mehr kann sie nicht investieren. Was dann passieren kann, zeigte bereits die japanische Zentralbank.

Die pumpte einfach Geld in den Markt, indem sie Aktien über ETFs (börsengehandelte Fonds, meist auf Indizes wie den Nikkei oder bei uns der Dax) kaufte. Das würde die Schleusen endgültig öffnen. Rechtliche Grenzen hätte die EZB dann nicht mehr. Dies wäre allerdings gleichzeitig eine Horrorvorstellung: Die EZB würde das Geld, das in den Aktienmarkt fließt, quasi direkt auf Knopfdruck produzieren. Künstlich mehr geschaffenes Geld könnte die Kurse an den Aktienmärkten weiter aufblähen. Und eines Tages, auf Wunsch des Staates, könnte dieses Geld dann einfach abgezogen werden – ohne wirtschaftlichen Hintergrund. Mehr Fehlsignale für die Aktienbörsen kann es fast nicht geben.

Lässt sich die EZB aufhalten? Wahrscheinlich nicht. Denn sie wird am Donnerstag darüber befinden, wieder Anleihen aufzukaufen. Und damit ist die oben beschriebene Grenze von 50 % aller Staatsanleihen schon rechnerisch bald erreicht. Auch dies ist eine fatale Vorstellung: Die Zentralbank hält über neu und ohne Gegenwert künstlich produziertes Geld die Hälfte aller Staatsschulden. Die Staaten verschulden sich bei einer übergeordneten staatlichen Instanz durch künstlich neu geschaffenes Geld bei sich selbst.

Spätestens bei dieser Vorstellung läuten doch alle Alarmglocken – doch leider nur bei einer Minderheit aufmerksamer Leser. Lieber Leser – schützen Sie sich. Die Zentralbank-Politik ist leider nur zu absehbar. Ich rate weiterhin vor allem zu Edelmetallen – ganz, wie es übrigens die Zentralbanken nebenher auch machen. Die horten Gold.

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