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Halloween für Sie als Sparer

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Liebe Leser,

sofern Sie sich den moderneren Gepflogenheiten verschrieben haben, feiern Sie in wenigen Tagen, am 31. Oktober, Halloween. Der Schrecken könnte in diesem Jahr allerdings größer werden als in den Jahren zuvor. Christine Lagarde übernimmt sozusagen Punkt 0.00 Uhr dann die Europäische Zentralbank (EZB). Sie wird eine fürchterliche Bilanz präsentieren und die Bilanz kunstvoll verlängern.

Zahlen, die Sie erschaudern lassen….

Da die Übergabe der Präsidentschaft ein so bedeutendes Ereignis ist, sehen wir uns Zahlen des Grauens noch einmal an: Mehr als 50 % der Anleihen in der Euro-Zone sind mittlerweile negativ verzinst. Allein dieser Umstand zeigt, dass wir in einer verzerrten Wirklichkeit leben. In einer wirtschaftlich rationalen Welt würde niemand einem Anderen Geld leihen und dafür selbst noch Geld zahlen wollen. Genau das aber passiert – auch in Deutschland.

Sämtliche Anleihen mit einer Laufzeit von maximal 30 Jahren weisen mittlerweile einen negativen Zins auf. Der deutsche Finanzminister verdient mit jeder Anleihe, die er ausgibt.

Der volkswirtschaftliche Irrsinn aber macht nicht an unseren Grenzen halt. Griechenland zahlt inzwischen für seine Anleihen weniger als die USA, die selbst nur etwa 1,8 % für 10jährige Anleihen aufwenden müssen. Dabei ist Griechenland weiterhin faktisch bankrott und überlebt nur deshalb, weil die Rückzahlung der Schulden quasi ins Unendliche gestreckt wurde.

Italien produziert heute in etwa so viel bzw. so wenig wie vor 25 bis 30 Jahren. Die Schulden des EU-Landes belaufen sich in zwischen allerdings auf 2,4 Billionen Euro. Würde Italien reguläre Anleihen ohne Mithilfe der EZB an den Markt geben müssen, zahlte das Land ungefähr 50 Milliarden Euro mehr Zinsen – Jahr für Jahr. Es würde nicht lange dauern, bis Italien zahlungsunfähig wäre.

Vor diesem Hintergrund nun übernimmt Christine Lagarde das Ruder – pünktlich zum Halloween. Lagarde hatte als Präsidentin des IWF zahlreiche Gedankenspiele veranstalten lassen, wie solche Krisen in den Griff zu bekommen wären:

  • So sinnierte der Lagarde IWF über ein Bargeldverbot und gab Staaten Tipps, wie sich dies einfacher umsetzen ließe.
  • Der Internationale Währungsfonds dachte zudem kaum vernehmbar darüber nach, eine Vermögensabgabe zu fordern – sozusagen einfach „on top“. Der IWF veröffentlichte vor Jahren einen Bericht namens „Taxing Times“, in dem sich etwas versteckt die Forderung nach der 10prozentigen Zwangsabgabe auf alle Vermögen findet, um die Schulden der Euro-Staaten zu tilgen. Davon wären betroffen: Immobilien, Sparkonten, Sparverträge und Wertpapiere aller Art.
  • Zudem glänzte der IWF als Vordenker dafür, wie sich die Negativzinsen, die jetzt erhoben werden, wohl durchsetzen lassen.
  • Schließlich sieht der IWF in seinen wissenschaftlichen Ausarbeitungen (veröffentlicht im 1. Quartal 2019) „Gold als Brandbeschleuniger in Krisen“ – und plädiert gegen die Golddeckung von Währungen und inhaltlich damit auch gegen den (privaten) Goldbesitz. Die Quittung: Ab dem kommenden Jahr dürfen Sie Gold nur noch in homöopathischen Dosen anonym kaufen – bis zu 2.000 Euro.

Die mitverantwortliche Christine Lagarde, Chefin des IWF, übernimmt zum Schreckenstag die Herrschaft: Richten Sie sich darauf ein, dass wir das Ende der Fahnenstange im Krisenmodus der Euro-Zone noch lange nicht gesehen haben. Mittel- bis langfristig dürfte der Euro nicht überleben. Bis dahin wird aber zunächst Ihr Vermögen (mit-)haften müssen.

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