Goldsparpläne – Was Anleger über den Goldkauf wissen sollten!

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Statt in einen hohen Betrag zu investieren, greifen vermehrt Anleger zu Goldsparplänen. Was ist der Vorteil? Was sind die Risiken? Und welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

 

 

Warum in Goldkauf investieren?

 

Beim Goldkauf besparen Anleger einen Gold- oder Edelmetallsparplan mit einem fixen, monatlichen Beitrag. Die Sparrate geht oft schon ab 50,- EUR im Monat los.
Bei einer Mehrzahl der Sparpläne wird der monatliche Betrag zunächst größtenteils für Provisionen und Gebühren verwendet. Mit dem Anteil der Sparrate, der für Investitionen vorgesehen ist, wird physisches Gold erworben.

 

Das Gold wird anschließend in einem Depot gelagert. In vielen Verträge wird festgelegt, dass sich Anleger nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit das Gold aushändigen lassen oder verkaufen können. Dasselbe gilt ab dem Zeitpunkt, zu dem eine bestimmte Menge physisches Gold „angespart“ wurde. Ziel des Goldsparplans ist es, nach und nach Eigentum an Gold zu erwerben.

 

 

Die 10 größten Risiken, die mit Goldsparplänen verbunden sind

 

1. Kurs- und Wechselkursrisiko

Das Kursrisiko beim Goldpreis oder Wechselkursrisiken birgt ein hohes Risiko. Gold wird nämlich in US-Dollar gehandelt.

 

2. Provisionen für den Vertrieb

Die vertraglich festgehaltenen Provisionen für den Vertrieb sind zweilen sehr hoch. Bei einer vorzeitiger Vertragskündigung könnte deren Erstattung problematisch werden. Insbesondere dann, wenn der Anbieter die Provision aus dieser gesamten Anlagesumme bereits zum Vertragsbeginn berechnet.

 

3. Nebenkosten

Achten Sie auf die Höhe der Nebenkosten bei Goldsparplänen: diese können sehr hoch und umfangreich sein. Dazu zählen Lagerungs- oder Verwahrungsentgelte, Gebühren beim An- und Verkauf, Versandkosten sowie Versicherungskosten. Bevor Gewinn entstehen kann, muss der Kursgewinn zunächst alle anfallen Kosten decken.

 

4. Aufschlag beim Kauf

Die Aufschläge beim Kauf nehmen bei Kleinststückelungen immense Höhen an. Gerade bei Goldsparplänen werden regelmäßig kleine Mengen gekauft.

 

5. Insolvenzrisiko des Anbieters

Die Anbieter erwerben große Goldbarren, da das Aufgeld geringer ist. In dem Fall erwerben die Sparer aber lediglich ein Bruchteilseigentum. Im Falle einer Insolvenz ist die eindeutige Zuordnung unter Umständen nicht möglich und das eingelagerte Gold könnte in die Insolvenzmasse fließen.

 

6. Sehr lange Mindestlaufzeit

Wer einen Goldsparplan abschließt, kann einer sehr lange Mindestlaufzeit unterliegen. Dies kann zum Problem, wenn Sie es sich anders überlegen. Beispielsweise dann, wenn sich die Lebensumstände ändern oder Sie aus dem Sparplan aussteigen wollen.

 

7. Rückkaufgarantie

Anbieter können ihren Kunden eine Rückkaufgarantie zusichern. Für eine solche Tätigkeit in Form eines Einlagengeschäfts ist eine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von Nöten. Das Problem: den Anbietern fehlt häufig eine solche Zulassung.

 

8. Keine Fachaufsicht

Die Anbieter von Goldsparplänen unterliegen keiner Finanzaufsicht. Das bedeutet einen nur geringen Anlegerschutz.

 

9. Keine sichere Anlage

Bei Gold handelt es sich um eine spekulative Anlage. Sicher ist sie nicht. Dies kann zu Verlustrisiken aufgrund von Kursschwankungen führen.

 

10. Einlagerungsrisiko

Bei Einlagerung des gekauften Goldes ist nicht immer garantiert, dass Anleger auch tatsächlich physisches Gold erhalten.

 

 

Worauf muss ich bei Abschluss eines Goldsparplans noch achten?

 

Augen auf bei Vertragsabschluss! Kaufen Sie lieber bei einem seriösen und etablierten Anbieter. Große Rabatte und hohe Renditeversprechen sind unbedingt zu hinterfragen. Seien Sie vorsichtig bei intransparenten Geschäftsmodellen oder einer Einlagerung durch den Anbieter.

Es kommt immer wieder vor, dass man unseriösen Anbieter zum Opfer fällt. Wir verweisen hier auf den letzten bekannte Anlageskandal um die PIM Gold GmbH.

 

 

Wie kann ich aus meinem Goldsparplan aussteigen?

 

Wer aus seinem Goldsparplan aussteigen will, kann dies über den Widerruf. Grundsätzlich beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage. Aufgrund einiger fehlerhafter Widerrufsbelehrungen bleibt in den Fällen aber noch die Möglichkeit des Widerrufsjokers! Nähere Informationen zum Widerrufsjoker finden Sie hier: https://www.mingers.law/hochverzinstes-immobiliendarlehen-ziehen-sie-den-widerrufsjoker/

 

Des Weiteren bleibt Ihnen die Möglichkeit der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Eine unterlassene Risikoaufklärung, Fehler im Prospekt oder im Beratungsgespräch führen zu einer Haftung des Vertriebs. Der Anleger wird letztendlich so gestellt, als ob er die Investition nie getätigt hätte.

 

Haben Sie weitere Fragen?

 

Wenden Sie sich bei weiteren Fragen an die Kanzlei Mingers! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular. Weitere Rechtswege finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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Forum

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Dein Video link ist echt klasse. Den Staiger kenn ich nur als Moderator, aber der hat echt was au
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nicht im März, im Herbst 2020!!!! 6 Monate früher. Schau nochmal rein.
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von seinen Miliarden Pool, Impfpflichtige der Welt, abhaken. x Russland liefert eigenes Anti-Covi
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